Raumfahrt-Programm

Indien testet Trägerrakete

+
Foto: Start einer Rakete auf dem Weltraumbahnhof in Sriharikota.

Neu Delhi - Für 2017 plant Indien eine Mondlandung. Auf dem Weg dorthin ist dem Land ein wichtiger Zwischenschritt gelungen: Per Trägerrakete wurde eine Kapsel für bemannte Raumfahrt ins All geschossen.

Indien hat eine Kapsel für die bemannte Raumfahrt erfolgreich ins All geschossen. Eine Rakete mit dem Modul - aber noch ohne Besatzung - sei am Donnerstag vom Weltraumbahnhof auf der südindischen Insel Sriharikota gestartet, teilte die Indische Raumforschungsorganisation ISRO mit. Die 3735 Kilogramm schwere Kapsel wurde abgekoppelt und landete mit Hilfe von Fallschirmen in der Bucht von Bengalen. Indien hat ein ambitioniertes Weltraumprogramm und erst im September erfolgreich eine Marssonde zum Roten Planeten gebracht.

Nach Angaben des indischen Senders NDTV war die nun abgeschossene Rakete mit 630 Tonnen die schwerste, die Indien je in den Weltraum brachte. ISRO hoffe, in sieben bis acht Jahren Menschen ins All zu schicken. 2017 ist eine Landung mit einem Roboterfahrzeug auf dem Mond geplant.

Indiens Premierminister Narendra Modi gratulierte dem ISRO-Team. Er sprach im Kurznachrichtendienst Twitter von "einem weiteren Triumph durch den Scharfsinn und die harte Arbeit unserer Wissenschaftler". Die nun verwendete Rakete GSLV (Geosynchronous Satellite Launch Vehicle) wurde mit Flüssiggas betrieben, das auf sehr tiefen Temperaturen gehalten werden muss. Dieser neue Antrieb, der auf dem Subkontinent selbst entwickelt wurde, war erst im Januar erstmals erfolgreich verwendet worden.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare