Erkenntnisse vom UKE wichtig für Afrika

Infusionen heilten Hamburger Ebola-Patient

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Hamburg - Der in Hamburg geheilte Ebola-Patient ist ohne experimentelle Medikamente kuriert worden. Die Hamburger Tropenmediziner sehen in ihrer Behandlungsmethode wichtige Erkenntnisse für die Krisengebiete in Westafrika.

Die Erkenntnisse aus der Behandlung des ersten Ebola-Patienten in Deutschland lassen sich nach Ansicht des Hamburger Tropenmediziners Stefan Schmiedel auch im Krisengebiet in Westafrika anwenden.

Der Mann aus dem Senegal sei ohne experimentelle Mittel wie "ZMapp", sondern ausschließlich mit einer unterstützenden Therapie behandelt worden, sagte Schmiedel am Donnerstag in Hamburg. Als Beispiel nannte er vor allem eine gute Flüssigkeitszufuhr über Infusionen: "Das kann jede Krankenschwester und jeder Arzt." Wenn solche Maßnahmen im Ebola-Krisengebiet stärker etabliert würden, könnte die Sterblichkeit deutlich gesenkt werden.

Der Hamburger Ebola-Patient, ein Mann aus dem Senegal, war fünf Wochen auf der Sonderisolierstation des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) behandelt worden, Anfang Oktober wurde er geheilt entlassen.

dpa

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