Internet-Auftritt der "Rhein-Zeitung" voll kostenpflichtig

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Vor fast fünf Jahren ließ die "Rhein-Zeitung" Sascha Lobo, einen der bekanntesten Blogger Deutschlands, das Blatt gestalten. Jetzt wird eine Paywall eingeführt. Foto: Jens Weber/Archiv

Koblenz (dpa) - Die Koblenzer "Rhein-Zeitung" führt eine umfassende Bezahlschranke für ihren Online-Auftritt ein. Bereits seit vergangenem August seien maximal zwei Artikel pro Monat gratis abrufbar gewesen, teilte die Zeitung mit.

Heute werde nun komplett umgestellt. Zugleich könnten nun einzelne Artikel für 50 Cent gekauft werden, auch Tages- (90 Cent) und Monatspässe (6,90 Euro, bei zwölf Monaten Laufzeit 5,90 Euro) werden angeboten. Die Abrechnung sei über den Internet-Bezahldienst Paypal oder das Handy möglich. Für Abonnenten ist das Online-Angebot kostenfrei.

Chefredakteur Christian Lindner sprach von einer strategischen Neuausrichtung. "Medienhäuser, die ihr Internet-Angebot immer noch auf Reichweite ausrichten, verschleißen sich auf der atemlosen Jagd nach Visits in einem sinnlosen Wettbewerb um das möglichst erfolgreiche Verschenken von hart erarbeitetem Content, statt neuen Geschäftsmodellen eine Chance zu geben", sagte er. "Die Rhein-Zeitung steigt aus diesem Gattungsirrtum ebenso bewusst wie zuversichtlich aus."

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