Gefahr für Riffe

Kohlendioxid-Ausstoß macht Ozeane sauer

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Foto: Zu viel Kohlendioxid: Die Ozeane werden sauer.

Warschau - Die Ozeane nehmen einen Großteil des Kohlendioxids auf, das Kraftwerke und Autos ausstoßen. Dadurch sind sie seit Beginn der Industrialisierung wesentlich sauer geworden.

Das Treibhausgas Kohlendioxid erwärmt nicht nur die Erde, sondern macht auch die Ozeane saurer – mit bedrohlichen Auswirkungen für viele Meeresbewohner. Das geht aus dem Abschlussbericht eines Fachsymposiums hervor, der am Donnerstag auf der UN-Klimakonferenz in Warschau vorgestellt wurde.

Seit Beginn der Industriellen Revolution haben die Ozeane demnach ein Viertel des in die Atmosphäre ausgestoßenen Kohlendioxids aufgenommen – ihr Säuregehalt stieg dadurch um 26 Prozent. Nie zuvor in den vergangenen 300 Millionen Jahren hat es eine so rasche Veränderung gegeben, lautet ein Ergebnis des internationalen Meeressymposiums in Monterey (US-Staat Kalifornien).

Besonders dramatisch seien die Auswirkungen auf Muscheln und andere Schalentiere. Auch das Wachstum der Korallenriffe könne innerhalb von Jahrzehnten drastisch verlangsamt werden. Die Nahrungskette in den Ozeanen und die Artenvielfalt in den Meeren, vor allem in den tropischen Gewässern, drohen sich zu verändern. Hinzu kommt, dass der Klimawandel nicht nur die Luft, sondern auch die Ozeane erwärmt.

Das genaue Ausmaß der Auswirkungen der Übersäuerung ist noch offen, doch nach Meinung der Wissenschaftler müssen insbesondere diejenigen Fischer mit Einbußen rechnen, die vor allem von Muscheln und Meeresfrüchten leben. Wenn die Korallenriffe beeinträchtigt werden, leide nicht nur der Tourismus, auch einige der ärmsten Länder drohen ihren natürlichen Küstenschutz zu verlieren.

dpa

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