Hohe Auszeichnung

Kyoto-Preis an Wissenschaftler aus USA, Japan und Indien überreicht

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Der Molekular- und Zellbiologe Yoshinori Ohsumi hat den Kyoto-Preis für seine „bahnbrechenden zellgenetischen Untersuchungen zur Autophagie in Hefen“ erhalten.

Tokio - Er ist eine der wichtigsten Auszeichnungen in Kultur und Wissenschaft: Der Kyoto-Preis. Dieses Jahr bekommen ihn drei Forscher aus den USA, Japan und Indien.

Der hoch dotierte Kyoto-Preis ist am Samstag an drei Forscher aus den USA, Japan und Indien übergeben worden. Die Inamori-Stiftung überreichte dem Informatiker Ivan Edward Sutherland (74), dem Biologen Yoshinori Ohsumi (67) und der Literaturkritikerin Gayatri Chakravorty Spivak (70) die Kyoto-Medaille in der japanischen Universitätsstadt Kyoto. Für ihr Lebenswerk erhielten sie zudem jeweils 50 Millionen Yen - umgerechnet knapp 500.000 Euro.

Der Kyoto-Preis gehört zu den wichtigsten Ehrungen in Kultur und Wissenschaft. Ausgezeichnet wurden bislang unter anderem die Choreographin Pina Bausch, der Philosoph Jürgen Habermas, der Komponist Pierre Boulez und die Primatenforscherin Jane Goodall. Vergeben wird der Preis seit 1984 von der Inamori-Stiftung, die nach dem Gründer des Technologiekonzerns Kyocera benannt ist. Im Juni hatte die Stiftung die diesjährigen Preisträger bekanntgegeben.

Der US-Amerikaner Sutherland wird für seine Arbeit im Bereich der Computergrafik und der Entwicklung interaktiver Benutzeroberflächen geehrt. Der Molekular- und Zellbiologe Yoshinori Ohsumi erhält den Preis für seine „bahnbrechenden zellgenetischen Untersuchungen zur Autophagie in Hefen“. Die dritte Preisträgerin Gayatri Chakravorty Spivak arbeitete unter anderem in der vergleichenden Literaturwissenschaft. Die 70-Jährige setzt sich der Stiftung zufolge zudem für die Alphabetisierung in ländlichen Gebieten ein.

dpa

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