Neuer „Arbeitsplatz"

Mars-Rover sucht nach außerirdischem Leben

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Nach fast dreijähriger Reise hat der Mars-Rover Opportunity mit dem Krater Endeavour seinen jüngsten Einsatzort auf dem Roten Planeten erreicht.

- Der Mars-Rover "Opportunity" rollt und rollt. Jetzt ist er an seinem neuesten Arbeitsplatz eingetroffen. Forscher erwarten spannende Erkenntnisse auf ihrer Suche nach Zeichen von Leben auf dem Planeten.

Nach fast dreijähriger Reise hat der Mars-Rover "Opportunity" mit dem Krater "Endeavour" seinen jüngsten Einsatzort auf dem Roten Planeten erreicht. Der vierrädrige Roboter soll dort Gestein untersuchen, das Menschen noch nie zuvor zu Gesicht bekommen haben, wie die US-Weltraumbehörde Nasa am Mittwoch mitteilte.

Die Ergebnisse spielten eine wichtige Rolle, um bemannte Missionen zum Mars und zu anderen Orten im All möglich zu machen, sagte Nasa-Chef Charles Bolden. Forscher erwarten, dass "Opportunity" in dem 22 Kilometer breiten Krater auf weit älteres Gestein trifft als in seinen bisherigen sieben Jahren auf dem Planeten. Die Nasa hatte mit Hilfe der im All stationierten Sonde "Mars Reconnaissance Orbiter" Lehmmineralien aufgespürt, die aus einer wärmeren und feuchteren Periode stammen könnten. "Lehmmineralien entstehen in Feuchtigkeit. Vielleicht erfahren wir etwas über Bedingungen auf dem Mars, die möglicherweise einmal Leben zuließen", erklärte Nasa-Wissenschaftler Matthew Golombek. Als Mars-Rover "Opportunity" (übersetzt Chance, Gelegenheit)und sein Roboterzwilling "Spirit", dessen Name für Forschergeist steht, im Januar 2004 im Abstand von 21 Tagen auf dem Mars landeten, wurde ihnen eine Lebensdauer von nur 90 Tagen gegeben.

Von "Spirit" nahmen die Forscher erst im Mai Abschied, "Opportunity" forscht noch immer. Die Hauptmission der Beiden: die Suche nach Beweisen für die frühere Existenz von Wasser, die Voraussetzung für die Entstehung von Leben. Neben aufschlussreichen Beweisen dafür entdeckten sie Quarz im Marsboden, was auf einstige heiße Quellen deuten könnte. Die Rover lieferten überdies hunderttausende spektakuläre Bilder.

dpa

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