Raumfahrt

Mondlande-Ingenieur John Houbolt gestorben

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US-Ingenieur John C. Houbolt erläutert an einer Tafel sein Konzept eines „Rendezvous“ zwischen der Landefähre und des Apollo-Raumschiffs.

New York - Anfang der sechziger Jahre setzte sich der Ingenieur mit der Idee durch, Astronauten mit einer eigenen Fähre auf dem Mond landen zu lassen. Nun ist John Houbolt gestorben.

John Houbolt, der mit seinen Ideen die Mondlandung mit ermöglichte, ist tot. Er starb bereits am Dienstag in einem Altersheim in Scarborough, Maine, wie die Nasa am Sonntag bestätigte. Houbolt war 95 Jahre alt.

Obwohl viele Experten ihn in eine Reihe mit Raumfahrtgenie Wernher von Braun stellen, war Houbolts Name fast nur Fachleuten bekannt. Als Anfang der sechziger Jahre das Mondlandeprojekt in Angriff genommen wurde, setzte sich der Ingenieur mit der Idee durch, die Astronauten mit einer eigenen Fähre auf dem Mond landen zu lassen.

Die meisten Experten hatten das als viel zu kompliziert erachtet: Das Apollo-Raumschiff musste dafür eine Kapsel mitführen, die landen und wieder selbstständig starten sollte. Anschließend musste es ein Rendevouz zwischen der Landefähre und Apollo geben. Der Weg Houbolts erwies sich als erfolgreich: Mehrfach klappte das erdachte Manöver tadellos.

„Houbolt hat den entscheidenden Beitrag geleistet“, heißt es im Nachruf der Nasa. Seine Ideen hätten es ermöglicht, Menschen zum Mond und auch wieder nach Hause zu bringen. „Dr. John C. Houbolt wurde kaum bekannt, dabei war er so voller Ideen und Mut“, hieß es.

dpa

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