Raumfahrt

Neue Besatzung für die ISS

- Die Internationale Raumstation ISS hat drei neue Besatzungsmitglieder. Eine US-Amerikanerin, ein Russe sowie ein Italiener dockten mit einer Sojus-Kapsel am Freitagabend nach zwei Tagen Flug planmäßig am „Außenposten der Menschheit“ in 350 Kilometern Höhe an.

„Das Manöver war erfolgreich“, sagte ein Sprecher des Flugleitzentrums nahe Moskau nach Angaben der Agentur Interfax. Es sei das Mal, dass eine Sojus automatisch an das neue Modell „Rasswet“ (Morgendämmerung) ankoppele.

Die Astronautin Catherine Coleman, der Kosmonaut Dmitri Kondratjew und ESA-Raumfahrer Paolo Nespoli aus Italien waren am Mittwochabend vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan abgehoben.

Die Neuankömmlinge sollen fünf Monate lang im All arbeiten und forschen. Die „Mission MagISStra“ mit Nespoli ist der dritte europäische Langzeitflug zur ISS. Der Italiener, der mit einer Russin verheiratet ist, soll das zweite europäische Versorgungsfahrzeug ATV- 2 in Empfang nehmen und die Forschungskapazitäten von Europas Columbus-Labor für ein umfassendes Programm an wissenschaftlichen Experimenten nutzen.

Auf dem Weg ins All hatte das Flugleitzentrum am Vorabend wegen eines technischen Fehlers mehrere Stunden den Kontakt zur Kapsel sowie zur ISS verloren. Schließlich hatten Experten der US- Weltraumbehörde die Raumschiffe geortet.

Die ISS-Besatzung ist nun wieder komplett. In den vergangenen Wochen hatten die Russen Alexander Kaleri und Oleg Skripotschka sowie der NASA-Astronaut Scott Kelly dort die Stellung gehalten. Sie sollen im März zur Erde zurückkehren.

dpa

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