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Nintendo Switch: Das sind die besten Spiele 2018

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Nintendo Switch: Welches sind die besten Spiele 2018?

Nintendos Konsole Switch ist ein Riesen-Erfolg geworden. Hier stellen wir Ihnen die besten Spiele 2018 für die Switch vor. 

Seit März 2017 ist Nintendos Konsole Switch (Preis: rund 300 Euro) auf dem Markt - und längst zu einem echten Konkurrenten sowohl für die Konsolen Playstation 4 (von Sony) und XBox One (von Microsoft) als auch für die Smartphones geworden. Nintendo hofft, in diesem Jahr 20 Millionen Switch-Konsolen und 100 Millionen Spiele zu verkaufen. Wobei die Zahl der Spiele im Vergleich zu den Konsolen-Konkurrenten überschaubar groß ist. Denn: Nintendo setzt auf das Prinzip Klasse statt Masse. 

Was muss ich zu Nintendos Switch-Konsole wissen?

Nintendos Switch ist die einzige Konsole für daheim und für unterwegs – mit wenigen, aber dafür überragenden Spielen für die ganze Familie. Dank klassischer Tasten und Joysticks macht das Spielen viel mehr Spaß als auf dem Handy. Dazu kommen fantastische Nintendo-Spiele wie „Super Mario Party“,  „Super Smash Bros. Ultimate“, „Mario Kart 8 Deluxe“ oder die herrlich anarchische Farbspritz- Orgie „Splatoon 2“. Seit einigen Wochen gibt es auch ein Switch- Netzwerk für Onlinespiele, das mit 19,99 Euro im Jahr recht günstig ist, aber bisher (noch) wenig zu bieten hat.

Nintendos Switch ist eine Mischung aus Wohnzimmer- und Mobilkonsole. Zu Hause laufen die Spiele auf dem Fernseher. Man kann den 6,2 Zoll großen Bildschirm (iPhone 7 Plus: 5,5 Zoll) aber auch aus der Ladestation nehmen und darauf unterwegs weiterspielen. Dafür werden zwei Controller angestöpselt, und der Akku hält drei bis sechs Stunden durch.

Bisher gab es Spielkonsolen entweder für den Fernseher zu Hause, oder für unterwegs. Die Switch bietet erstmals beides, funktioniert sowohl am TV als auch zum Mitnehmen. Eine brillante Idee, mit der Nintendos Konsole – zusammen mit wenigen, aber brillanten Spielen –laut Time-Magazin „die Konkurrenz ausknockt“.

Das Konzept ist brillant, fordert allerdings seinen Preis. Denn um die Akku-Laufzeit bei akzeptablen zwei bis sechs Stunden zu halten, darf die Hardware nicht zu leistungsstark sein. Deshalb sehen die Spiele auf dem kleinen Bildschirm noch recht hübsch aus. Auf dem Fernseher fehlt es im Vergleich zu PS4 und Xbox One aber noch ein wenig. Bei den sensationellen Spielen spielt das aber überhaupt keine Rolle.

Aber was sind die besten Spiele 2018 für Nintendos Switch? Hier finden Sie einen Überblick über die besten Titel des Jahres 2018 - und ein paar richtig gute Spiele aus dem Vorjahr, die aber noch immer zu den besten auf dem Markt gehören.

Die besten Spiele 2018 für Nintendo Switch: Super Smash Bros. Ultimate

Zum Ende des Jahres 2018 hat Nintendo noch einen richtig guten Titel für die Switch-Konsole herausgebracht: „Super Smash Bros. Ultimate“ - der mittlerweile der fünfte Teil der „Super Smash Bros.“-Reihe - gehört zu den besten Prügelspielen der vergangenen Jahre - wobei bei diesem kunterbunten Game vor allem der Spaß im Vordergrund steht. Witzigkeit statt Brutalität! 

Schon Wochen vor der Veröffentlichung am 7. Dezember hat „Super Smash Bros. Ultimate“ den Rekord als bisher am besten verkauftes Switch-Spiel gebrochen.

Darum geht es in „Super Smash Bros. Ultimate“: In diesem Spiel treten alle Nintendo-Helden (darunter Super Mario, Kirby und Donkey Kong) und noch mehr Videospiel-Figuren gegeneinander an. Alle bis dato in der Super Smash Bros.-Reihe erschienenen Kämpfer sind dabei – sowie viele weitere Neuzugänge wie die Inklinge aus Splatoon, Ridley aus Metroid oder King K. Rool aus der klassischen Donkey Kong Country-Trilogie. Damit nicht genug: Nintendo hat bereits zahlreiche neue Spielfiguren angekündigt, die als (kostenpflichtiger) Download in das Spiel integriert werden können.

Der Umfang des Spiels ist wahrlich beachtlich: „Super Smash Bros. Ultimate“ bietet über 70 Kämpfer, 100 Stages und 800 Musikkompositionen. Dazu kommen eine Vielzahl an Modi, Helfertrophäen, die wiederum andere bekannte Spielfiguren repräsentieren und etliche Einstellungsmöglichkeiten.

Die Regeln bleiben aber die altbekannten: Wer zuerst aus dem Ring fliegt, hat verloren. Je öfter man den Gegner trifft und ihn aus der Arena raushaut, umso mehr wird er geschwächt und umso schwieriger wird es für ihn, wieder in die Arena zurückzukommen.

Die Arenen in „Super Smash Bros. Ultimate“ bestehen aus verschiedenen, meist freistehenden Plattformen, die sich auch bewegen können. Jede Spielfigur besitzt ihre eigenen Schläge und Special-Moves. Zudem gibt es immer wieder auftauchende Items, die man aufsammeln und für weitere spektakuläre Attacken verwenden kann. 

Auch wer mir der „Super Smash Bros.“-Reihe bislang nichts zu tun hatte, findet schnell in das Spiel: Die Spielmechanik ist im Handumdrehen erlernt. Und wer Lust hat, mal eine andere Figur auszuprobieren, muss nicht erst tagelang komplizierte Kombos üben: De Kommandos aller Charaktere beruhen auf den gleichen Tasteneingaben.

Bis zu acht Spieler können sich im Multiplayer gegenseitig auf die Mütze geben. Dabei lassen sich verschiedene Regeln und Anpassungen vornehmen - so ist monatelanger Spielspaß garantiert! Und: Neben den Mehrspieler-Kämpfen gibt es in  „Super Smash Bros. Ultimate“ auch einen Storymodus, in dem man als Kirby versucht, einen Gegner nach dem anderen zu besiegen.

„Super Smash Bros. Ultimate“ ist ab 12 Jahren freigegeben und kostet 69,99 Euro.

Die besten Spiele 2018 für Nintendo Switch: Super Mario Party

Seit 1998 ist das digitale Brettspiel Mario Party eine der erfolgreichsten Serien von Nintendo. Zum 20-jährigen Jubiläum ist nun die erste Version für die Switch-Konsole erschienen, mit dem schlichten Titel Super Mario Party. Doch ansonsten ist nichts schlicht an diesem quietschbunten Japan-Spaß. 

„Super Mario Party“ vereint die Nintendo-Charaktere in einer großen Party, in der sie herausfinden wollen, wer der oder die Beste von ihnen ist. Und das passiert - natürlich - mit Minispielen auf einem großen Spielbrett. Die insgesamt 20 Charaktere werden einzeln auf den vier zur Verfügung stehenden Spielbrettern gezogen. Ziel ist es im Standard-Modus, möglichst viele Sterne zu sammeln.

Mindestens nach jeder Würfelrunde gibt es eins von 80 Minigames. Diese sind prinzipiell nicht besonders innovativ, allerdings intensiv auf die Fähigkeiten der Switch-Controller ausgelegt. So zeigt bei einem Spiel die Stärke der Vibration an, wo sich ein Schatz befindet. Ein Stück Fleisch anbraten gelingt mit dem ausgewogenen Schwenken der Pfanne auch bestens. Und im Wasserpumpen bewegt man den Controller besonders schnell auf und ab.

Vorsicht, Suchtgefahr! Wer selbst den Controller in die Hand nimmt und per Hammer den Luftballon eines Gegners zerdeppert, erliegt schnell dem unbändigen Charme. Partyspiel heißt Kommunikation und Kooperation. Wer als Solist in das Spiel eintaucht, wird nicht besonders lange motiviert sein. Dafür eignet es sich bestens als Familienspiel oder zum Feierabend mit Freunden. (für Switch / 55 Euro / Ab 0 Jahren)

Die besten Spiele 2018 für Nintendo Switch: Mario Tennis Aces

Ein Videospiel, das es vor FIFA 18 auf Platz 1 der englischen Spielecharts schafft – das kann eigentlich nur von Nintendo kommen. Und tatsächlich: Kurz vor dem Wimbledon-Start hat das Switch-Spiel „Mario Tennis Aces“ im Tennisverrückten England das Wunder geschafft und FIFA vom Thron gestürzt. Auch in Deutschland ist das Spiel ein echter Erfolg.

In diesem Spiel erweist sich Mario einmal mehr als Roger Federer des Videospiele-Tennis. 16 Nintendo-Figuren lassen sich als Spieler auswählen – mit Mario, Bruder Luigi, der ewig verschleppten Prinzessin Peach oder Mini-Dinosaurier Yoshi ist die gewohnte Sippschaft vertreten.

Jeder Spieler bietet andere Qualitäten, und natürlich schlägt Gorilla Donkey Kong härter auf als die zarte Peach. Hinter der quietschbunten Fassade steckt eine exzellente Tennis-Simulation mit endlosen taktischen Varianten. Hier zahlt sich aus, dass auch dieses Spiel von Nintendos Tennis-Experten Camelot Software entwickelt wurde. Die ersten Schläge sind kinderleicht – doch der Weg zu „Mario Federer“ ist lang. Es gibt Online-Spiele, zahllose Trainingsmöglichkeiten und einen Story-Modus mit einem verwunschenen Tennisschläger, der Nintendo-Fans viele Stunden auf Trab hält. Kurzum: 6:0, 6:0, 6:0 in Sachen Sportspielspaß. (55 Euro, ab 0 Jahren)

Die besten Spiele 2018 für Nintendo Switch: Nintendo Labo: Die Bastel-Sets für die Switch

Per Datenbrille in virtuelle Welten – für Spielefans hat die Zukunft längst begonnen. Und was macht Nintendo? Die Mario-Erfinder aus Japan setzen auf Pappkartons! Nintendo Labo heißen die Bastelsets für die Switch-Konsole. Sie verbinden alte und neue Welt. Denn die Papp-Objekte erwachen zum Leben, sobald sie mit der Konsole verbunden werden.

Klappt das? Macht das Spaß? Es klappt – und zwar großartig. Zwei Sets sind im Angebot. Mit dem Multi-Set (65 Euro) lassen sich Motorrad, Angel, Klavier, ein ferngesteuertes Auto, ein Haus zusammenbauen. Aus dem Robo-Set (75 Euro) entsteht ein aufwendiger Roboter.

Das Spielmodul, das den Sets beiliegt, führt kleine und große Bastler Schritt für Schritt durch den Zusammenbau. Der virtuelle Helfer hat dabei immer wieder Tipps und Motivation parat: „Du hast Dich bisher wacker geschlagen! Fertig sind wir aber noch nicht! Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, stimmt’s?“

Die Bögen sind blitzsauber gestanzt, der Zusammenbau klappt problemlos. Das schaffen auch clevere Kinder mit sieben, acht Jahren – und haben mit Mama oder Papa einen Riesenspaß. So entsteht in rund drei Stunden das fertige Instrument. Ein Klavier, ein Klavier! Und es wird munter, sobald die Switch eingeschoben wird. Die Teile sind perfekt auf Kamera und Mikrofon abgestimmt. Auf den 13 Klaviertasten lässt sich spielen. Es gibt Klavierstunden, einen Synthesizermodus, Lochkarten für Drum- Computer und mehr. Die musikalische Wundertüte macht stundenlang Spaß. Mit Labo bietet Nintendo die lustigste Pappe der Welt an.

Die besten Spiele 2018 für Nintendo Switch: „Pokémon: Let‘s Go Pikachu!“ und „Pokémon: Let‘s Go Evoli!“

2016 entdeckten bewegungsscheue Teenager mit „Pokémon go“ die Lust am Spazierengehen – weil sie dabei Monster (via Augmented Reality) einsammeln konnten. Nun kehrt der Klassiker zurück mit „Pokémon: Let’s go, Pikachu!“ und „Pokémon: Let’s go, Evoli!“ für die Switch-Konsole. Nintendo-Fans haben mit beiden Spielen, die sich nur durch ihre Hauptfigur unterscheiden, eine Riesengaudi. Das liegt vor allem am neuen Controller. Man befestigt den „Pokéball Plus“ (50 Euro extra) am Handgelenk und wirft nach Pokémons, um sie einzufangen. Je nach Erfolg blinkt der Ball, schüttelt sich und gibt Geräusche von sich. Für Online-Spiele braucht’s ein Switch-Abo (20 Euro pro Jahr).

Im Prinzip sind die beiden Switch-Titel Remakes der Spiele der ersten Generation - verweisen damit also auf die Gelbe Edition für den Gameboy Color aus dem Jahr 1998. Der Spieler ist Trainer und lässt die Pokémon gegeneinander antreten. Ziel ist es, seine Taschenmonster immer weiter zu verbessern und seinen Ruf als Trainer zu steigern - ein klassischer Rollenspiel-Ansatz.

Wer seine Konsole mit dem Smartphone verbindet, kann im Go-Park, früher als Safarizone bekannt, seine in Pokémon Go gefangenen Monster herumtollen lassen.

Die Beziehung zu dem Begleiter-Pokémon spielt eine wichtige Rolle. Es gibt vielfältige Interaktionsmöglichkeiten. Pflege, Trost, Ermutigung: Evoli oder Pikachu brauchen viel davon.

Gewieften Pokémon-Spielern wird bei der Spielmechanik vieles bekannt vorkommen. Wesentliche Änderungen gab es im Fangsystem, an dem sich die Geister ein wenig scheiden. Hier lehnt man sich stärker an der Smartphone-Version an. Es ist also weniger Taktik, dafür umso mehr Geschick gefordert.

Die Spiele sind für Nintendo Switch für je rund 60 Euro erhältlich und ohne Altersbeschränkung freigegeben.

Die besten Spiele 2018 für Nintendo Switch: Super Mario Odyssey

Ganze 19 Mal in ihrer Geschichte hat The Edge, die renommierteste Spielezeitschrift der Welt, ihre Höchstnote 10 vergeben. Manchmal vergehen Jahre ohne solch ein Wunderspiel. Kurz nach dem Start der Switch-Konsole war es wieder so weit: Super Mario Odyssey wurde von The Edge mit einer 10 geadelt. Zurecht, denn Odyssey ist tatsächlich überwältigend. Einige Experten sehen es bereits als bestes Videospiel aller Zeiten. So super war Mario noch nie!

Wo soll man anfangen? Vielleicht bei Marios neuer Mütze. Sie heißt Cappy und ist das cleverste Accessoire, das der Ex-Klempner je zur Verfügung hatte. Mario kann Cappy als Sprungbrett verwenden, er kann damit Gegner abschießen oder sich in seine Gegner verwandeln. Mario als Dinosaurier mit Schnurrbart oder als Frosch – die Fantasie der japanischen Designer kennt keine Grenzen.

Jede von rund 50 Gestalten, in die sich Mario verwandeln kann, hat besondere Fähigkeiten. Als Schnurrbart- Frosch hüpft er beispielsweise höher, als er sich je erträumt hätte. Ein herrliches Bild! Mit Hilfe von Power-Monden fliegt Mario durch grafisch atemberaubende Welten.

Im Metro Kingdom ist er erstmals in einer realistisch wirkenden Großstadt unterwegs, durch die er auf einem Motorroller düst – hier erinnert Odyssey an Grand Theft Auto. Das genaue Gegenteil sind hinreißende 2DLevel wie aus den 80ern und 90ern.

In den vielen bunten Welten bekämpft Mario Bowsers Schergen und sucht so genannte Power-Monde - Treibstoff für sein Luftschiff.

Und diese Monde gibt es überall, hundertfach. Mal am Ende kniffliger Hüpfpassagen, mal versteckt hinter Geheimtüren, als Belohnung für Mini-Spiele aller Art oder knifflige Rätsel, mal als Trophäe nach einem dramatischen Kampf gegen Endgegner. Wie viele und welche dieser Monde Mario zuerst sammelt, ist ihm fast komplett selbst überlassen.

Theoretisch können eilige Spieler den Abspann damit in 15 Stunden sehen. Danach geht das Spiel aber einfach weiter - und bietet genug Anlass, weiter Welten zu erkunden. Unter anderem gibt es richtig knifflige Herausforderungen, die auch geübte Mario-Spieler auf die Probe stellen, erst lange nach Ende des Abspanns.

Die meisten Spieler werden aber wohl schon auf dem Weg zum Finale mehr Monde sammeln als nötig - weil es so viele gibt und es so viel Spaß macht. Erstens wegen der Steuerung, die Mario mit wenigen Knöpfen vom Rückwärtssalto bis zum Dreisprung jede Menge Akrobatik entlockt. Und zweitens wegen der unzähligen großartigen Details.

Da sind etwa Juchzlaute und Gesten, die Mario quasi permanent von sich gibt. Oder die witzigen Kostüme, die er sammeln oder für Spielgeld kaufen kann. Oder die abwechslungsreiche Orchestermusik und die so stilsichere wie vielfältige Grafik. Dass dabei alles stets flüssig und ganz ohne die Fehlerchen anderer Spiele läuft, ist bei Nintendo fast selbstverständlich - aber trotzdem lobenswert.

Am besten wirkt diese Ode an die Spielfreude auf dem Fernseher. "Super Mario Odyssey" läuft zwar auch unterwegs im Handheld-Modus der Switch - auf dem kleinen Display verliert es aber ein wenig von seiner Pracht. Auch die Gestensteuerung für schwierige Manöver ist dann nur schwer nutzbar. Per Controller klappt das deutlich besser.

Im Kooperations-Modus steuert ein Spieler Mario und der andere Cappy. Das ist theoretisch schön, gelingt praktisch aber nur mit viel Koordination - und bringt keinen richtigen Mehrwert. Marios fantastischem Solo-Abenteuer tut das aber keinen Abbruch.

Mit "Super Mario Odyssey" zeigt Nintendo eindrucksvoll, wie aktuell die Mario-Mischung aus Spielfreude, Kreativität und Witz noch immer ist. Und dass sich auch ohne Onlinemodus, Rollenspiel-Elemente, Mikrotransaktionen und andere allgegenwärtige Bausteine moderner Blockbuster ganz große Spiele für alle Ziel- und Altersgruppen machen lassen. Mit einer Mütze - und hunderten guten Ideen.

"Super Mario Odyssey" kostet 60 Euro und ist ab sechs Jahren freigegeben.

Die besten Spiele 2018 für Nintendo Switch: Mario Kart 8 Deluxe

Der Erfolg einer Nintendo- Konsole steht und fällt oft genug mit einem gelungenen Mario Kart. Schon das legendäre Debüt Super Mario Kart war 1992 einer der großen Hits fürs Super Nintendo. So gesehen haben die Japaner bei der Switch alles richtig gemacht. Denn Mario Kart 8 Deluxe darf schon jetzt als eines der besten Videospiele der letzten Jahre gelten.

Auf dem Papier ist Mario Kart 8 Deluxe (60 Euro) nur eine aufgehübschte Version von Mario Kart 8 für den Konsolen-Flop Wii U. Doch in der Praxis wirkt der Nachfolger wie ein völlig neues – und drastisch besseres – Spiel. Vor allem auf dem tragbaren Bildschirm sieht die kunterbunte Grafik mit ihren Freizeitparks und ihren Zuckerbäcker-Landschaften einfach nur umwerfend aus. Trotz Luxus-Optik laufen die Rennen mit 60 Bildern pro Sekunde butterweich und flüssig. Das brillante Fahrverhalten belohnt wies chon gewohnt echte Könner.

Ist nur eine Konsole im Raum, können - genügend Controller vorausgesetzt - bis zu acht Spieler im Wohnzimmer um die Wette rasen und sich mit Schildkrötenpanzern beschießen. Freunde der Action-Ballerei "Splatoon" dürfen sich über entsprechende Karts und Spielfiguren freuen: Fünf neue Fahrer stehen zur Wahl. Zudem können die Fahrer nun zwei Items mit sich führen. Neue Rennstrecken für Mario und Co. gibt es allerdings keine.

“Mario Kart 8 Deluxe" kostet rund 60 Euro und hat keine Altersbeschränkung.

Die besten Spiele 2018 für Nintendo Switch: Splatoon 2

Es passiert heutzutage nicht mehr oft, dass ein Spiel ein Genre neu interpretiert. Und genau genommen ist das in diesem Fall auch gar nicht so - schließlich ist “Splatoon 2“ offensichtlich eine Fortsetzung. Doch das Spiel um quietschbunte Tintenfische ist für die erfolgreiche Nintendo Switch erschienen - den Vorgänger gab es für die erfolglose Wii U. Die Fortsetzung wird also vermutlich deutlich mehr Spieler erreichen als das Original.

Das Spiel dreht sich um die sogenannten Inklinge. Diese Wesen können ihre Form verändern und entweder als Tintenfisch durch Farbe tauchen oder in humanoider Form auf der Welt herumlaufen. Spieler können ihren Inkling individuell gestalten. Dazu gehören verschiedene Frisuren - statt Haaren haben die Inklinge Tentakel am Kopf. Hinzu kommen Kleidung, Schuhe, Kontaktlinsen - und Waffen.

Denn die kleinen Figuren haben ein großes Hobby: Die sogenannten Revierkämpfe. Dabei ist allerdings nicht das Hauptziel, sich gegenseitig abzuknallen - die Inklinge tragen Farbkanonen verschiedener Art mit sich herum.

Und die Aufgabe im Revierkampf ist es, möglichst viel Fläche der Arena in der eigenen grellen Farbe anzumalen. Dieses Spielprinzip macht das Genre der Multiplayer-Shooter kinderfreundlich.

Das macht sich auch in anderen Aspekten bemerkbar. Der zentrale Platz des Spiels ist dem Times Square in New York nachempfunden - von dort senden zwei junge Inklinge eine News-Sendung, die etwas an die guten alten Zeiten von MTV erinnert. Alles ist sehr grell und bunt, in den Kämpfen treten etwa die Farben Pink gegen Hellgrün oder Orange gegen Lila an.

Der Multiplayer ist außerdem unglaublich schnell und chaotisch, wenn man als Tintenfisch durch die Farbe flitzt oder auf einmal Spezialattacken zündet, die im Umkreis Farbe regnen lassen.

Ein weiterer Hinweis auf die Familienfreundlichkeit ist die eigenartige Handhabung des Sprach-Chats, der für Multiplayer-Shooter eigentlich essenziell ist. Statt diesen direkt in die Konsole einzubinden, müssen die Spieler eine App auf dem Smartphone oder Tablet nutzen, um mit den Mitspielern zu kommunizieren.

Ein Grund für diese Handhabung könnte sein, dass die Chats in anderen Shootern oft voll sind mit Beleidigungen und schimpfenden Kontrahenten. Mit der Smartphone-Variante könnten Eltern den Zugang dazu etwas beschränken.

Wer zum ersten Mal "Splatoon" spielt, wird sich etwas an die Steuerung gewöhnen müssen. Während in den meisten Shootern der rechte Stick des Controllers das Zielen übernimmt, bewegt man das Fadenkreuz hier, indem man den Controller neigt. Wer damit gar nicht zurecht kommt, kann in den Einstellungen aber auch die klassische Variante aktivieren.

Gut geeignet zum Üben ist die Einzelspieler-Kampagne: Böse Tentakelmonster haben die Energiequellen für die Inklinge gestohlen. Es liegt am Spieler, diese wieder zurückzuerobern. Dazu geht es zunächst auf recht lineare Parcours, in denen Spieler die verschiedenen Bewegungs- und Waffenarten kennenlernt. Rekrutiert wird die Spielfigur (“Agent 4“) von einem Teenie-Idol, das mit vielen schlechten, aber witzigen Wortspielen den Plot erklärt.

Wenn man sich die Werbung ansieht, kann sich Nintendo „Splatoon 2“ offenbar auch sehr gut als eSport vorstellen - also als Wettkampf von Profi-Teams, die auf großen Bühnen spielen und Preisgelder gewinnen können.

Einen erfolgreichen eSport hat der japanische Spiele-Konzern bereits mit der "Smash Bros."-Reihe, in der sich die bekannten Helden um Mario und Donkey Kong auf die Mütze geben. Eine Ankündigung für einen "Smash Bros." für die Switch lässt aber noch auf sich warten. Währenddessen könnte "Splatoon 2" diese Lücke füllen.

Doch auch für weniger ambitionierte Spieler steckt in "Splatoon 2" einiges drin. Die chaotischen, bunten Kämpfe, der verspielte Look und die großartige Dynamik der Bewegungen durch die Areale begeistern nicht nur junge Spieler.

Und wer sich an die Steuerung gewöhnt hat, lernt die schnellen Zielbewegungen mit dem Kippen des Controllers sehr zu schätzen. Neben "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" und "Mario Kart 8 Deluxe" gehört "Splatoon 2" zu den bisherigen Top-Titeln für die noch recht junge Nintendo Switch.

„Splatoon 2“ hat eine Altersfreigabe ab sechs Jahren und kostet rund 60 Euro.

The Legend of Zeld: Breath of the Wild

Keine Holzhammer-Tipps, keine langen Erklärungen, kaum Struktur: Der neueste Ableger der "Zelda"-Reihe bricht mit alten Traditionen und lässt Spielern alle Freiheiten. Das Ergebnis ist ein ungeheuer spannendes Abenteuer - und vielleicht ein moderner Klassiker.

Ein Held mit Schwert und Schild, eine Prinzessin und ein Königreich voller Monster: "The Legend of Zelda", 1986 für den Konsolenklassiker NES erschienen, ist so etwas wie der Urahn aller Spiele mit offener Welt. Und die besten Episoden der Serie, "Ocarina of Time" von 1998 zum Beispiel, dienen Videospielen bis heute als Blaupause. 

"Breath of the Wild" schmeißt fast alle Konventionen der Serie über Bord - und schafft gerade so einen würdigen Nachfolger für das erste "Zelda". Statt den Spieler mit langen Tutorials zu nerven, wie zuletzt "Skyward Sword" oder "Twilight Princess", schmeißt das neue "Zelda" Spieler ins kalte Wasser. Wohin Serienheld Link zuerst geht und was er dort macht, ist völlig dem Spieler überlassen.

Natürlich gibt es im neuen "Zelda" trotzdem eine Story, und es gibt Aufgaben zu erledigen. Aber "Breath of the Wild" stößt Spieler nie mit der Nase darauf. Stattdessen lässt es alle Freiheiten, mit kleinen Schubsern werden wichtige Spielmechanismen beigebracht.

Oberflächlich ist "Breath of the Wild" zwar ein relativ simples Action- und Abenteuerspiel: Link kämpft gegen Monster, geht auf Schatzsuche und löst Rätsel. Doch das ist erst der Anfang - denn er kann auch jagen, Wildpferde zähmen und Zaubertricks lernen.

"Breath of the Wild" ist dabei überraschend schwer. Wer sich vor dem Kampf gegen eine Bande Goblins keinen ordentlichen Plan zurechtlegt, beißt schnell ins Gras. Denn selbst schwache Gegner können Link mit ein oder zwei Hieben ausschalten.

Das könnte frustrierend sein, ist es aber nicht. Unter anderem, weil "Breath of the Wild" den Spielertod kaum bestraft: Mehr als etwas Zeit verliert man dabei nie. Und da die Spielwelt so gigantisch groß ist, lassen sich zu schwere Rätsel oder zu gefährliche Monster einfach umgehen.

Technisch kann das Spiel für Nintendos Switch zwar nicht mit der aktuellen Konkurrenz für Playstation 4, Xbox One oder PC mithalten. In Sachen Stil und Kreativität braucht sich "Breath of the Wild" aber nicht zu verstecken: Der simple, aber sehr effektive Zeichentrick-Look zaubert immer wieder wunderschöne Bilder.

Dass Waffen und Schilde nach ein paar Kämpfen zerbrechen, ist zwar einerseits eine gute Idee. Oft verbringt man dadurch aber richtig viel Zeit mit dem Sortieren der Waffensammlung. Hinzu kommt, dass die Menüs für die Ausrüstung etwas zu unübersichtlich sind. Und dass die meisten Dialoge im Spiel nicht vertont sind, wirkt es in einem so teuer produzierten Titel wie aus der Zeit gefallen.

Keine Schwäche ist dagegen, dass Nintendo seine offene Spielewelt nicht so mit Aufgaben vollgestopft hat wie andere Entwickler. Es gibt genug zu tun, nie kommt das Gefühl auf, dass Link nur Checklisten abarbeitet - ganz im Gegensatz zu ähnlichen Spielen wie "Far Cry" oder dem jüngsten "Dragon Age".

Stattdessen leistet sich "The Legend of Zelda: Breath of the Wild" etwas, dass es in modernen Spiele-Blockbustern kaum noch gibt: Momente der Stille, in denen Spieler mit Link einfach nur ziellos herumstreifen - und gerade dann oft in die spannendsten Abenteuer stolpern. Wäre schön, wenn das neue "Zelda" mit solchen Tugenden erneut zur Blaupause für die andere Spiele wird.

"The Legend of Zelda: Breath of the Wild" kostet rund 60 Euro und ist ab 12 Jahren freigegeben.

Seit Ende 2018: Nintendo Switch mit Youtube

Bisher war Nintendos Switch-Konsole nur zum Spielen da. In diesem Jahr rückten die Japaner aber von diesem Prinzip ab. Denn nach einer Software-Aktualisierung läuft seit November 2018 auch YouTube auf der Switch. Das Herunterladen der YouTube-App ist kostenlos, das Anmelden klappt mit den gewohnten Google-Daten. Offline abspielen lassen sich die Videos bisher allerdings nicht. Viele Fans hoffen nun auch auf Switch-Apps für Netflix und Amazon Prime Video.

fro (mit Material von dpa)

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