Auszeichnung

Nobelpreis-Geheimnisse werden gelüftet

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Foto: Ab Montag werden Nobelpreis-Geheimnisse gelüftet.

Stockholm - Ein Nobelpreis-Geheimnis nach dem anderen lüften Jurys in Schweden und Norwegen in dieser Woche. Zum Start erfährt die Welt am Montag (frühestens 11.30 Uhr), wer die begehrte Auszeichnung in Medizin bekommt.

Am Dienstag und Mittwoch (frühestens um 11.45 Uhr) folgen die Bekanntgaben der Preisträger in Physik und Chemie.

Unter den Medizin-Preisträgern 2013 war mit dem Biochemiker Thomas Südhof ein gebürtiger Göttinger. Auf den Anruf der schwedischen Jury hatte er mit einem ungläubigen „Ist das ihr Ernst?“ reagiert.

Während diese Preise in Stockholm verkündet werden, geht der Blick am Freitag Richtung Oslo. Dort gibt das norwegische Nobelkomitee um 11 Uhr bekannt, wer den diesjährigen Friedensnobelpreis bekommt. Im vergangenen Jahr war die Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) mit Blick auf ihren Einsatz in Syrien geehrt worden.

Um das Datum für die Verkündung des Literaturnobelpreisträgers macht die Schwedische Akademie in Stockholm traditionell ein großes Geheimnis. Ob die Jury den Namen des neuen Preisträgers am Donnerstag verrät, will sie erst am Montag mitteilen. Der Termin gilt aber als wahrscheinlich.

2013 hatte die Kanadierin Alice Munro die wohl wichtigste literarische Auszeichnung der Welt als „Meisterin der zeitgenössischen Kurzgeschichte“ bekommen. In diesem Jahr spekulieren Literaturkenner etwa über einen Nobelpreis für die weißrussische Autorin Swetlana Alexijewitsch oder den Kenianer Ngugi Wa Thiong'o.

dpa

Wer den Friedensnobelpreis bisher nicht bekam

Vor der Bekanntgabe der Nobelpreise wird spekuliert, wer die Auszeichnung erhält. Beispiele für Menschen, die im Zusammenhang mit dem Friedensnobelpreis - schon seit Jahren oder erst in jüngerer Zeit - genannt werden, ihn bislang aber nie bekommen haben:

HELMUT KOHL: Der Altkanzler (84) ist seit Jahren im Gespräch. Kohl stellte nach dem Fall der Mauer vor 25 Jahren die Weichen für die Wiedervereinigung. Er war Kanzler des vereinten Deutschlands.

EDWARD SNOWDEN : Der frühere NSA-Mitarbeiter (31) ist in jüngerer Zeit einer der Favoriten. 2014 wurde er schon mit dem Alternativen Nobelpreis bedacht - „weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmaß staatlicher Überwachung enthüllt hat“, wie es hieß.

DENIS MUKWEGE : Der kongolesische Arzt (59) ist ebenfalls bereits Träger des Alternativen Nobelpreises. Im vergangenen Jahr wurde er damit für seine Behandlung vergewaltigter Frauen geehrt.

MALALA YOUSAFZAI : Die Pakistanerin (17) tritt für Kinderrechte ein. Weil sie sich für die Schulbildung von Mädchen engagierte, wurde sie 2012 in ihrer Heimat von Taliban überfallen und schwer verletzt.

dpa

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