Versorgungsfrachter „Albert Einstein“

Raumtransporter mit Abfall verglüht

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Der in Deutschland gebaute Raumtransporter „Albert Einstein“ dockt nach zehntägigem Flug an die Internationale Raumstation ISS an.

Darmstadt - Der Versorgungsfrachter „Albert Einstein“ brachte jede Menge Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS. Jetzt ist er verglüht - und Nachfolger „Georges Lemaître“ steht schon bereit.

Nach einer fünfmonatigen Mission ist der in Deutschland gebaute Raumtransporter „Albert Einstein“ am Samstag planmäßig über dem Südpazifik verglüht. An Bord war Müll der Internationalen Raumstation ISS, wie die Europäische Weltraumorganisation Esa mitteilte. Zuvor hatte „Albert Einstein“ den sechs Astronauten auf der ISS technische Ausrüstung geliefert, aber auch Schlafanzüge, Socken, Erdbeeren und Lasagne.

Das Automatischen Transferfahrzeug (ATV) war das vierte von fünf geplanten Versorgungsschiffen, das die Esa zur ISS schickte. Er war in Bremen gebaut worden. Sein Nachfolger „Georges Lemaître“ kam bereits per Schiff an Europas Raumflughafen im südamerikanischen Kourou (Französisch-Guayana) an. Er soll im kommenden Juni starten.

Der etwa 20 Tonnen schwere, nach dem Physik-Nobelpreisträger Einstein (1879-1955) benannte Transporter galt als das größte und technisch ausgefeilteste Raumfahrzeug, das in Europa entwickelt wurde. Er startete am 5. Juni in Französisch-Guayana an Bord einer Ariane-5-Rakete. Zehn Tage später dockte „Albert Einstein“ an der ISS an. Die Rekordfracht von fast 2,5 Tonnen umfasste über 1400 Teile.

Der nächste ATV erinnert an den belgischen Astronomen Georges Lemaitre (1894-1966), der als Begründer der Urknalltheorie gilt.

dpa

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