Bilanz

Schüler und Familien bleiben Jugendherbergen treu

- Trotz sinkender Schülerzahlen haben sich die deutschen Jugendherbergen im vergangenen Jahr gut behauptet. 2010 waren die Herbergen wieder erste Wahl bei Klassenfahrten.

Das teilte Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) in Detmold mit.

Die Zahl der Übernachtungen sei mit rund zehn Millionen stabil geblieben. Der Anteil von Schülern blieb bei 40,5 Prozent. Die Bettenzahl liege konstant bei rund 75 000. Die Zahl der Herbergen sank leicht von 548 auf 540. Allerdings würden andere Häuser erweitert und neue eröffnet, hieß es.

In Petershagen in Westfalen-Lippe wurde unmittelbar an der Weser ein ehemaliges Herrenhaus zur Herberge umgebaut. In Köln entstand in einem früheren Kirchengebäude die dritte Jugendherberge in der Stadt, ein Angebot vor allem für Rucksacktouristen. Im laufenden Jahr sollen Jugendherbergen in Stuttgart-Cannstatt, im Eifelort Nideggen, in der Innenstadt von Görlitz und in Prora auf Rügen ihre Tore öffnen.

„Die Schulklassen wissen, was sie an Jugendherbergen haben“, sagte Bernd Dohn, DJH-Hauptgeschäftsführer. Erfolgreich seien Angebote wie Teambildung im Hochseilgarten oder Seminare für Streitschlichter. Unterm Strich entfielen 2010 rund die Hälfte der Übernachtungen auf Schule und Weiterbildung.

Beliebter Anlaufpunkt waren die Herbergen auch für Familien. Hier gab es ein Plus von fast zwei Prozent. Der Anteil der Familien stieg damit auf den Rekordwert von 18,3 Prozent.

dpa

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