Weltweit größte Studie

Screening senkt Brustkrebs-Todesrate bei Frauen in den Vierzigern

- In Deutschland gibt es das Mammografie-Screening nur für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren - aber auch 40 bis 49-Jährige könnten von einer Vorsorgeuntersuchung profitieren. Regelmäßige Untersuchungen sollen die Sterblichkeitsrate um 29 Prozent verringern.

Eine Vorsorgeuntersuchung senkt das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, bei Frauen von 40 bis 49 Jahren um 29 Prozent. Das hat die bisher weltweit größte Studie in dieser Altersgruppe ergeben, die die Universität Umea in Schweden am Mittwoch veröffentlichte. In Deutschland gibt es das Mammografie-Screening nur für Frauen von 50 bis 69 Jahren. Bezahlt wird eine Mammografie aber auch für Risikopatientinnen.

In Schweden gibt es je nach Region kostenlose Mammografie-Screenings für Frauen ab 40 oder ab 50 Jahren. Die Forscher haben die Anzahl der Brustkrebs-Todesfälle aus 16 Beobachtungsjahren in Verwaltungsbezirken mit und ohne Vorsorge in der Altersgruppe 40 bis 49 Jahre verglichen. Bei den Frauen, die regelmäßig zum Screening gingen, starben etwa 110 von einer Millionen. Ohne Screening lag die Zahl bei 140 Brustkrebstoten pro eine Millionen Frauen von 40 bis 49 Jahren.

Die Wissenschaftler der Universität Umea schließen aus ihrer Studie (mammography SCReening of Young women/SCRY), dass der Zugang zur Mammografie in der genannten Altersgruppe zu einer geringeren Sterblichkeit durch Brustkrebs führt. Die Früherkennung von Brustkrebs erlaubt eine frühzeitige und somit häufig erfolgreiche Behandlung von Tumoren.

dpa

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