Letzter Flug

Space Shuttle „Atlantis“ bleibt einen Tag länger im All

Washington - Der amerikanische Shuttle „Atlantis“ hat Elektrizität gespart und bleibt nun einen Tag länger als geplant im All. Dadurch hat die Besatzung mehr Zeit, um auf der Raumstation ISS aufzuräumen.

Die US-Weltraumbehörde Nasa hat den letzten Flug eines amerikanischen Space Shuttles um einen Tag verlängert. Die zusätzliche Zeit solle genutzt werden, um an Bord der Internationalen Raumstation ISS Ausrüstung auszupacken und zu verstauen, teilte Nasa-Manager LeRoy Cain am Montag mit. Außerdem sollen verschiedene Systeme an der Station eingerichtet werden.

Die Landung der Raumfähre „Atlantis“ auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral sei nunmehr am 21. Juli geplant, voraussichtlich gegen 6 Uhr Ortszeit (12 Uhr MESZ). Der bisherige Termin einen Tag zuvor wäre mit dem Jubiläum der ersten Mondlandung zusammengefallen.

Die Verlängerung sei möglich geworden, weil man durch Sparsamkeit zu Beginn der Mission nun Elektrizität für eine weiteren Tag erzeugen könne. Dadurch könne die „Atlantis“ länger bei der ISS bleiben.

Hitzeschild ist in Ordnung

Gute Nachrichten gabe es auch mit Blick auf den Hitzeschild des Orbiters. Die Prüfung von Aufnahmen und Daten hätten ergeben, dass die Schutzhaut kein Anlass zur Sorge gebe und daher eine abermalige Inspektion nicht notwendig sei. Nur eine einzige der 30.000 hitzbeständigen Kacheln habe nennenswerten Schaden erlitten.

Die Raumfähre war am Sonntag an der ISS angedockt. An diesem Dienstag sollen zwei Besatzungsmitglieder zu einem Einsatz im All aufbrechen. Es ist die 37. Visite eines Shuttles bei der Internationalen Raumstation, deren Konstruktion 1998 mit Hilfe des Schwesterschiffes „Endeavour“ begonnen hatte.

jhe/dpa

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