Startup für Internet der Dinge gewinnt CeBIT-Wettbewerb

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Eine Frau hält in der Halle des Startup-Wettbewerbs "code_n" auf der CeBIT ein iPad, auf dem Objekte entworfen werden, die anschließend von Robotern der interaktiven Installation "Robochop" produziert werden können. Foto: Ole Spata

Das sogenannte Internet der Dinge mit der Vernetzung aller möglichen Geräte steht bei der diesjährigen CeBIT im Mittelpunkt. Auch beim Startup-Wettbewerb Code_n setzte sich ein darauf spezialisiertes junges Unternehmen durch.

Hannover (dpa) - Der mit 30 000 Euro dotierte Code_n-Award für Startups ist auf der IT-Messe CeBIT an einen Spezialisten für die Vernetzung des Alltags gegangen.

Unter 50 Finalisten gewann am Mittwoch in Hannover das Berliner Unternehmen Relayr, das mit seiner Idee das sogenannte Internet der Dinge vereinfachen möchte.

Der Relayr-Bausatz "Wunder Bar" ähnelt äußerlich einer Tafel Schokolade und enthält ein WLAN-Mastermodul sowie sechs kleine Chips. Sie kommunizieren über Bluetooth und messen Geräuschpegel, Temperatur und Helligkeit oder senden Infrarotsignale wie eine Fernbedienung.

Das solle das erste Ausprobieren von Ideen deutlich vereinfachen, erklärte Sprecher Will Andrews. "Wir wollten außerdem alles quelloffen machen", betonte er. Sogar die 3D-Druck-Daten des Plastik-Gehäuses seien online verfügbar.

Auf der Messe stellten die Berliner auch ihr neues Produkt "Smarteez" vor. Zusätzliche Sensoren in einer bunten Plastikschale, die das Starter-Kit ergänzen sollen. "Das System kann auf bis zu 1000 Sensoren erweitert werden", sagte Andrews. In den kommenden Wochen sollen sie in den Handel kommen.

Relayr habe bisher rund 2000 Bausätze verkauft, sagte Mitgründer und Produktchef Jackson Bond auf der CeBIT. Sie sollten aber vor allem Lust auf die Nutzung des Cloud-Dienstes von Relayr machen, der das eigentliche Geschäftsmodell ist.

Die Idee sei, mit Hilfe der Online-Lösung das Standard-Wirrwarr zu überwinden, damit alle möglichen Geräte miteinander kommunizieren könnten. Auf Basis der Plattform entwerfen Entwickler eigene Dienste. Wer Bedenken wegen des Datenschutz hat, kann seine eigene Cloud nutzen. "Die Firma überzeugte mit ihrem Gesamtkonzept im Bezug auf Internet of Things", sagte Jurymitglied Ulrich Dietz, der Initiator von Code_n.

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