Hautgeneration

Striptease-Maus zieht ihr Fell aus

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Afrikanische Stachelmaus: Bei Gefahr wirft sie Haut ab

London - Afrikanische Stachelmäuse haben eine besondere Überlebensstrategie: Um ihren Angreifern zu entgehen, werfen sie Teile ihrer Haut ab. Die Wunden verheilen innerhalb kurzer Zeit. Forscher hoffen nun, dass sie dieses Phänomen auch für den Menschen nutzen können.

Das Besondere: Die Haut der Mäuse vernarbt nicht, sondern wächst komplett mit Drüsen und Haaren nach. Möglicherweise lassen sich mit Hilfe der Stachelmäuse Wege finden, auch beim Menschen nach einer Verletzung die Neubildung von Haut und anderen Geweben anzuregen, hoffen die Wissenschaftler.

Von einigen Tieren ist bekannt, dass sie bei Gefahr Teile ihres Körpers abwerfen und diese dann regeneriert werden. Fachleute nennen das Autotomie. Eidechsen zum Beispiel opfern ein Stück ihres Schwanzes, um Angreifer abzulenken und zu fliehen. Der Schwanz wächst dann - wenn auch meist in verkürzter Form - nach. Auch von Stachelmäusen (Acomys) ist bereits bekannt, dass sie die Haut ihres Schwanzes abwerfen können.

Die Forscher um Ashley Seifert von der University of Florida (Gainesville/US-Staat Florida) untersuchten nun anekdotische Hinweise darauf, dass Stachelmäuse auch am Rücken ihre Haut leicht loswerden können.

Dass diese Hinweise stimmen, stellten die Forscher gleich fest, als sie einige Exemplare in Kenia im Freiland fangen wollten: In der Hand der Wissenschaftler ließen die Stachelmäuse buchstäblich die Hüllen fallen.

dpa/kas

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