Schweinegrippe-Impfstoff

Studie soll Zusammenhang zwischen Schlafkrankheit und Pandemrix klären

- Gibt es einen Zusammenhang zwischen dem Schweinegrippe-Impfstoff und Narkolepsie? Eine europaweite Studie soll für Aufklärung sorgen. 162 mit Pandemrix geimpfte Personen litten anschließend an der Schlafkrankheit. In Deutschland gibt es zehn Verdachtsfälle.

In einer europaweiten Studie soll ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Schweinegrippe-Impfstoff Pandemrix und einer Schlafkrankheit geklärt werden. Beteiligt daran seien neun Staaten, darunter Deutschland, sagte die Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) in Langen, Susanne Stöcker, dem Radiosender MDR INFO.

Weltweit seien viele Millionen Dosen Pandemrix verimpft worden, dabei seien 162 Fälle der sogenannten Narkolepsie aufgetreten, davon allein 60 in Finnland. In Deutschland gebe es zehn Verdachtsfälle. Erste Zwischenergebnisse der Studie soll es im Lauf des Jahres geben.

Ein Zusammenhang sei derzeit völlig unklar, „es herrscht große Ratlosigkeit“, sagte Stöcker. Der Impfstoff allein jedenfalls könne nicht verantwortlich für die Fälle von Schlafkrankheit sein. „Es muss einen Co-Faktor geben.“ Der Impfstoff könnte dazu führen, „dass eine Veranlagung angestoßen wird“, so Stöcker in dem MDR-Interview.

Unter Narkolepsie leidende Patienten schlafen plötzlich und ohne erkennbaren Grund ein. Die Krankheit ist nach Angaben der PEI-Sprecherin keine Infektionskrankheit und äußerst selten.

Für ein Schreckensszenario bestehe kein Anlass. In der aktuellen Grippesaison werde ein Impfstoff angewendet, der gegen drei Virusstämme, darunter auch die Schweinegrippe, wirke. Pandemrix eigne sich nur, um eine Immunisierung gegen die Schweinegrippe zu erreichen.

dpa

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