Rosettas Beobachtungen

Tauwetter auf dem Kometen "Tschuri"

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Foto: Das Bild zeigt die simulierte Annäherung der Sonde Rosetta an den Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko", kurz "Tschuri".

Rom/London - Der Komet "Tschuri" erlebt ein ähnliches Tauwetter wie die Alpen im Frühjahr. Das hat die europäische Raumsonde "Rosetta" am Hals des Kometen beobachtet.

Wie an einem sonnigen Frühlingstag in den Alpen schmilzt auf dem Kometen Wassereis, sobald die Sonne aufgeht, und verflüchtigt sich zum Teil. Sobald die Sonne untergeht, gefriert das verbliebene Wasser wieder. Ein internationales Forscherteam um Maria Cristina de Sanctis vom Astrophysikalischen Institut INAF in Rom stellt die "Rosetta"-Beobachtungen im britischen Fachblatt "Nature" vor.

Das Tauwetter auf "Tschuri" führt so zu regelmäßigen Aktivitätsschwankungen. Ein Wasser-Eis-Kreislauf wie er dort jetzt beobachtet wurde, war schon früher als ein Antrieb der schwankenden Aktivität von Kometenkernen postuliert worden, konnte bislang aber nicht nachgewiesen werden.

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