Start am Mittwoch

Testflug für privaten Fracht-Transporter zur Raumstation ISS

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Foto: Die Trägerrakete "Antares" startet am Mittwoch zum Testflug.

Berlin/Washington - Endlich ist "Antares" startklar. Am Mittwoch soll die Trägerrakete in den USA einen Testflug absolvieren. Künftig könnte sie Frachtschiffe ins All bringen und dort Astronauten mit Vorräten versorgen.

In den USA haben die Vorbereitungen für einen Testflug der Rakete "Antares" begonnen, die bald Fracht-Transporter zur Internationalen Raumstation ISS bringen soll. Die 40 Meter lange Trägerrakete könnte künftig den privaten Raumfrachter "Cygnus" ins All tragen, um die ISS mit Vorräten, Ersatzteilen und Materialen für wissenschaftliche Experimente zu versorgen. Der Start sei für Mittwoch um 17.00 Uhr Ortszeit(23.00 Uhr MESZ) im US-Bundesstaat Virginia geplant, berichteten die US-Raumfahrtbehörde Nasa und der Hersteller, das Unternehmen Orbital mit Sitz in Dulles (Virginia).

Der Termin könne sich bei schlechtem Wetter verzögern, er war in der Vergangenheit bereits mehrmals aus technischen Gründen verschoben worden. Nach einem erfolgreichen Testflug soll "Cygnus" im Auftrag der Nasa in voraussichtlich acht Missionen insgesamt 20 Tonnen Fracht zur ISS liefern. Der Auftrag hat nach Nasa-Angaben ein Gesamtvolumen von rund 1,9 Milliarden Dollar (etwa 1,45 Milliarden Euro).

Die Nasa hat den Betrieb ihrer Shuttle-Flotte 2011 aus Kostengründen eingemottet. Für Reisen zur ISS können Astronauten in den russischen "Sojus"-Kapseln mitfliegen. Doch für größere Transporte ist "Sojus" zu klein. Deshalb entwickeln private Unternehmen wie Orbital unbemannte Weltraumtransporter. Auch Astronauten sollen in Zukunft von Privatunternehmen im Auftrag der Nasa ins All geschickt werden.

Im vergangenen Mai startete der erste private Raumtransporter der Geschichte mit einem Versorgungsflug zur ISS - der unbemannte "Dragon" (Drache)vom kalifornischen Unternehmen SpaceX. Zuletzt hatte "Dragon" Anfang März an die ISS angedockt, beladen mit mehr als 500 Kilogramm Vorräten und Materialien für Experimente. Nach rund drei Wochen kehrte "Dragon" mit ausrangierten Gerätschaften und wissenschaftlichen Proben zur Erde zurück.

dpa

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