Truppenübungsplatz Bergen

Tonnenschweres Großsteingrab zusammengebrochen

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Ein tonnenschweres rund 5000 Jahre altes Megalith-Großsteingrab ist auf dem Truppenübungsplatz Bergen in der Lüneburger Heide zusammengebrochen.

Bergen - Stonehenge ist weltbekannt, aber auch in Niedersachsen gibt es Megalith-Gräber aus der Jungsteinzeit. Zu den bedeutendsten gehören die Siebensteinhäuser auf dem Truppenübungsplatz Bergen. Dort ist eines der tonnenschweren Gräber teilweise eingestürzt.

Ein tonnenschweres rund 5000 Jahre altes Megalith-Großsteingrab ist auf dem Truppenübungsplatz Bergen in der Lüneburger Heide zusammengebrochen. Es handelt sich dabei um eines der sogenannten Siebensteinhäuser aus der Jungsteinzeit. „Die Gräber gehören zu den am besten erhaltenen Megalith-Gräbern in Europa, sie sind aus archäologischer Sicht wirklich sehr bedeutend“, sagte der niedersächsische Landesarchäologe Henning Haßmann.

Die Megalith-Formationen waren vor rund 80 Jahren ausgegraben worden und dann entsprechend ihrem ursprünglichen Aussehen rekonstruiert worden. Vermutlich durch den starken Regen der vergangenen Monate sei ein tragender Stein am Rande im Fundament freigespült worden. Er kippte um, ein als Dach genutzter Stein rutschte nach. „Das Grab ist zusammen gefallen wie ein Kartenhaus“, sagte Haßmann. Bezirksarchäologe Jan Joost Assendorp sagte der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Montag), es sei auszuschließen, dass Schießübungen der Bundeswehr Ursache für den Zusammenbruch gewesen seien.

Die Bundeswehr als Eigentümer des Geländes wolle das Großsteingrab aber wieder aufrichten, sagte Landesarchäologe Haßmann. „Es soll wieder in den alten Zustand versetzt werden.“ Damit es nicht mehr umkippen kann, soll noch mehr Sand angeschüttet werden.

Der Landesarchäologe kündigte an, dass nun auch andere Gräber in Niedersachsen aus dieser Zeit auf ihre Standfestigkeit überprüft werden sollen. Dazu zählen etwa die Totenstatt bei Oldendorf im Kreis Lüneburg oder die Kleinenknetener Steine im Kreis Oldenburg. „Nach bisherigem Stand kann sagen, das da eigentlich nichts passieren kann.“ Angelegt wurden diese Steingräber für Bauern als die ersten sesshaften Siedler in Niedersachsen. Sie wurden als Grabkammern, aber auch als zentrale Kultstätten genutzt.

dpa

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