Raumfahrt

Trägerrakete Ariane 5 bringt zwei weitere Satelliten ins All

- Zum sechsten und letzten Mal in diesem Jahr ist eine europäische Ariane-5-Rakete erfolgreich ins All gestartet und hat dort zwei Satelliten ausgesetzt. Die rund 50 Meter hohe Trägerrakete hat am Abend vom Raumfahrtzentrum Kourou im südamerikanischen Französisch-Guyana abgehoben.

Eine europäische Trägerrakete vom Typ Ariane 5 hat zwei neue Satelliten ins All gebracht. Die Rakete startete am Mittwochabend (18.27 Uhr Ortszeit, 22.27 Uhr MEZ) vom Weltraumbahnhof Kourou im südamerikanischen Französisch-Guyana und setzte dann die beiden Telekommunikations-Satelliten auf eine Erdumlaufbahn, wie das europäische Raumfahrtunternehmen Arianespace mitteilte.

Der spanische Satellit Hispasat 1E soll neue Kapazitäten für Daten- und Videoübertragungen in Europa und Amerika schaffen. Der südkoreanische Satellit Koreasat 6 soll Rundfunkübertragung und Telekommunikationsdienste in Südkorea und den Nachbarländern liefern. Die beiden Satelliten, die zusammen mehr als acht Tonnen wiegen, sollen die Erde mindestens 15 Jahre lang umkreisen. Es war bereits das sechste Mal in diesem Jahr, dass Arianespace Satelliten ins All brachte.

Der Start war zunächst für Dienstag geplant gewesen, musste wegen ungünstiger Wetterbedingungen aber um 24 Stunden verschoben werden. Zuvor war der Start bereits um eine Woche verschoben worden, da einer der Satellitenbetreiber noch weitere Überprüfungen vornehmen musste.

Nach Angaben von Arianespace-Chef Jean-Yves Le Gall soll die nächste Ariane-Trägerrakete Mitte Februar starten. Dabei soll das zweite Exemplar des europäischen Raumtransporters ATV ins All gebracht werden, der Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS transportieren soll.

Le Gall sagte nach dem Start der Ariane-5-Rakete, im Sommer 2011 könnte die erste russische Sojus-Rakete vom europäischen Weltraumbahnhof in Französisch-Guyana aus starten. Dies werde vermutlich im August geschehen. Die Abschussrampe für die Sojus-Raketen werde voraussichtlich im April geliefert. Ursprünglich sollte die erste Sojus-Rakete bereits 2008 von Kourou aus starten, das Projekt verzögerte sich aber immer wieder. Künftig sollen jährlich zwei bis vier Sojus-Raketen von Kourou aus ins All starten.

dpa/afp

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