Abgestürzter Kollege

Trauernder Auftakt bei Welt-Aids-Konferenz

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Melbourne - Im Zeichen großer Trauer beginnt am Sonntag in Australien die Welt-Aids-Konferenz. Sechs Teilnehmer waren auf dem Weg nach Melbourne an Bord des in der Ukraine abgestürzten Flugzeugs. Die Konferenz wollte der Kollegen bei der Eröffnungsveranstaltung gedenken.

Unter den Delegierten waren nach Angaben derInternationalenAids-Gesellschaftder bekannte niederländische Forscher Joep Lange, dessen Partnerin Jacqueline van Tongeren und Glenn Thomas, ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation(WHO), die Direktorin von „Aids Action Europe“, Lucie van Mens, ihre Kollegin Maria Adriana de Schutter sowie Pim de Kuijer von der Organisation „Stop Aids Now“.

„Das Ausmaß unseres Verlustes ist schwer zu verstehen und zum Ausdruck zu bringen“, sagte die Präsidentin der Internationalen Aids-Gesellschaft, FrançoiseBarré-Sinoussi. „Wir trauen mit allen, die in dieser sinnlosen Tragödie Freunde und Familienangehörige verloren haben.“ Lage war einer ihrer Vorgänger in dem Amt.

Forscher und Aktivisten aus aller Welt treffen sich alle zwei Jahre, um Erkenntnisse im Kampf gegen das HI-Virus und die Immunschwächekrankheit Aids auszutauschen. In Melbourne werden 12.000 Teilnehmer erwartet, darunter Prominente wie der frühere US-Präsident Bill Clinton. Ein Schwerpunkt ist der Kampf gegen Ausgrenzung. Die Veranstalter haben dazu eine Online-Petition gestartet. UNAIDS-Exekutivdirektor Michel Sidibé hat zu einer neuen Vision aufgerufen, um die Aids-Epidemie bis 2030 ganz zu stoppen.

UNAIDS schätzt die Zahl der Menschen, die mit den HI-Virus infiziert sind, auf 35 Millionen weltweit, davon 25 Millionen in Afrika südlich der Sahara. 2,1 Millionen infizierten sich im vergangenen Jahr neu.

dpa/jos

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