33 Jahre nach Start

„Voyager“-Raumsonde nähert sich dem Rand des Sonnensystems

- Die NASA-Sonde „Voyager 1“ nähert sich dem Rand unseres Sonnensystems, der sogenannten Heliopause. Schon seit 2004 liegt die 1977 gestartete Sonde durch eine äußerste Schicht unseres Sonnensystem, in dem der Sonnenwind allmählich zum Stillstand kommt.

Die US-Raumsonde Voyager 1 nähert sich 33 Jahre nach ihrem Start dem Rand unseres Sonnensystems. Nie zuvor ist ein von Menschen erbautes Objekt so weit geflogen, teilte die US- Raumfahrtbehörde Nasa am Montag mit. Seit ihrem Start am 5. September 1977 hat die Sonde bereits 17,4 Milliarden Kilometer zurückgelegt. Derzeit befinde sie sich in einem Bereich, in dem der Partikelstrom des Sonnenwinds nachlasse, was darauf hindeute, dass Voyager 1 das Sonnensystem bald ganz verlasse, erklärten Raumfahrtexperten.

Die Raumsonde hatte die Planeten Jupiter and Saturn 1979 beziehungsweise 1980 besucht und die ersten detaillierten Bilder von deren Monden zur Erde gefunkt. Zusammen mit ihrer Schwester-Sonde Voyager 2 machte sie Fotos von allen äußeren Planeten unseres Sonnensystems.

Derzeit untersucht Voyager 1 die sogenannte Heliosheath, auf Deutsch etwa Sonnenhülle, den äußeren Bereich des Sonnensystems, in dem der Einfluss des Zentralgestirns schwindet. Bereits im Juni hätten die Bordinstrumente keinen Sonnenwind mehr messen können. Allerdings bedeute dies nur, dass sich Voyager 1 dem Rande nähert, sagte Wissenschaftler bei einem Treffen der American Geophysical Union in San Francisco. Endgültig verlassen werde die Sonde das Sonnensystem in etwa vier Jahren, wenn sie von der Heliosheath in den interstellaren Raum wechsle.

dapd/dpa

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