Studie

Wahlkampf geht an Nichtwählern bislang vorbei

- Der Bundestagswahlkampf der Parteien ging an den Nichtwählern einer Studie zufolge bislang vorbei. Die Nichtwähler vermissten Ehrlichkeit und inhaltliche Überzeugungskraft der Politiker, wie die am Sonnabend veröffentlichte Befragung des Meinungsforschungsinstituts dimap im Auftrag der Initiative ProDialog ergab.

Die Studie „Nichtwähler im Superwahljahr“ fand außerdem heraus, dass potenzielle Nichtwähler zunehmend politisch heimatlos werden. Knapp zwei Drittel der Befragten gaben an, dass ihnen keine der zur Wahl antretenden Parteien mehr gefällt. Zudem seien 71 Prozent wenig bis gar nicht an der Bundestagswahl interessiert.

Insgesamt fühlten sich 72 Prozent der Befragten nicht vom Wahlkampf angesprochen und hatten den Eindruck, die eigene Stimme habe kein Gewicht. Ein Großteil der Befragten könne aber durchaus noch zur Teilnahme an der Wahl bewegt werden: Mehr als 80 Prozent von ihnen gaben der Studie zufolge an, dass dazu Politiker ehrlicher und inhaltlich überzeugender sein müssen. Über die Hälfte würde den Gang zur Urne machen, wenn sie das Gefühl hätten, den Wahlausgang beeinflussen zu können.

afp

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