Vorfall in Barcelona

Wölfin im Zoo von eigenen Jungen zerrissen

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Nach Schätzungen fallen 15 bis 65 Prozent der Wölfe, die in der freien Wildbahn umkommen, anderen Wölfen zum Opfer.

Barcelona - Eine Wölfin ist im Zoo von Barcelona von ihren eigenen Jungen zerrissen worden – vor den Augen zahlreicher Besucher. Es ist nicht der erste Vorfall, mit dem die Wölfe des Zoos für Schlagzeilen gesorgt haben.

Wie die spanische Zeitung "El Periódico de Catalunya" berichtet, waren vier ausgewachsenen Jung-Wölfinnen vor den Augen zahlreicher Zoo-Besucher über die zehn Jahre alte Mutter Penélope hergefallen. Diese erlitt unter anderem mehrere Knochenbrüche und musste von Tiermedizinern eingeschläfert werden.

Der Zwischenfall hatte sich Ende September ereignet, wurde aber erst jetzt durch einen internen Bericht des Zoos bekannt. Die Zoologen hatten für die Attacke keine Erklärung. Sie wiesen nach Angaben der Zeitung darauf hin, dass die in Spanien heimischen Wölfe nur wenig erforscht und Angriffe auf Artgenossen nicht selten seien. Nach Schätzungen fielen 15 bis 65 Prozent der Wölfe, die in der freien Wildbahn umkommen, anderen Wölfen zum Opfer.

Penélope und ihre Töchter hatten vor gut zwei Jahren schon einmal für Schlagzeilen gesorgt. Damals war die Wölfin mit einem Jungtier über die drei Meter hohe Umzäunung ihres Geheges gesprungen. Die Besucher mussten den Zoo vorübergehend verlassen. Eine Tochter folgte einige Tage danach dem Beispiel. Die Wölfinnen konnten jeweils wenig später wieder eingefangen werden.

dpa/frs

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