Einmaliges Forschungsprojekt

Die Wohnung wird zum Besserwisser

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Hand drauf: Helge Ritter von der Uni Bielefeld zeigt, wie die mitdenke Wohnung ausgestattet sein könnte.

Bielefeld - Sie soll den Bewohner auffordern, sich mehr zu bewegen, ihm beim Kochen Rezeptvarianten vorschlagen und beim Rausgehen fragen, ob er den Schlüssel dabei hat. So könnte die „mitdenkende Wohnung fürs Leben“ aussehen, die jetzt in Bielefeld entwickelt werden soll.

Für die nächsten drei Jahre stehen 11,3 Millionen Euro zur Verfügung. Acht Millionen Euro kommen vom Bundesforschungsministerium aus dem Förderschwerpunkt „Mensch-Technik-Interaktion im demografischen Wandel“. 3,3 Millionen Euro steuern die Uni Bielefeld und die 13 Partner des Projekts bei. Ziel sei es, eine Brücke zwischen Mensch und Technik zu schlagen, sagte der Sprecher des „regionalen Innovationsclusters KogniHome“, Helge Ritter. So soll etwa die Sprachsteuerung in freier Rede weiterentwickelt werden.Einer der Partner sind die Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel. Vorstandsmitglied Günther Wienberg hofft auf praktische Neuentwicklungen besonders für den Alltag von Senioren und Behinderten: „Die meisten Menschen wollen so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden wohnen.“ Natürlich stünden im Hintergrund des Projekts auch der wachsende Fachkräftemangel und die steigenden Kosten der Betreuung: „Menschliche Zuwendung kann aber nicht durch Technik ersetzt werden.“ Wenn die Technik aber Routineaufgaben übernehme, hätten die Betreuer mehr Zeit für den Menschen.

dpa

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