"Man sieht wieder mal, wie wenig Ahnung ich doch davon habe"

"Bares für Rares": Lichter outet sich als Trödel-Banause - und sorgt für Kopfschütteln

Horst Lichter ist ein glühender Trödel-Sammler.

Anfangs freut sich der sympathische Moderator noch über das extravagante Unikat, das ein Verkäufer mit in die Sendung bringt. Doch kurz darauf wendet sich das Blatt.

Horst Lichter ist bekennender Trödelfan aus Leidenschaft. Er selbst hat nicht nur jahrelang Raritäten gesammelt, sondern geht auch in seiner Rolle als Moderator in der Erfolgsshow "Bares für Rares" auf. Seit fünf Jahren flimmert der Quotenschlager nun schon täglich über die deutschen Bildschirme – Zeit genug also für Lichter, selbst von den Kunstexperten den ein oder anderen Kniff zu lernen, wie man Raritäten erkennt.

"Bares für Rares": Lichter setzt sich bei uralter Rarität mächtig in die Nesseln

Doch leider scheint in all den Jahren nicht viel hängengeblieben zu sein – so hat der Moderator schon mehrmals in der Sendung daneben gelegen und damit für Fremdschäm-Alarm gesorgt. Kürzlich musste sich der 56-Jährige sogar selber eingestehen, dass sein Trödel-Fachwissen zu wünschen übrig lässt.

Doch von Anfang an: Lichter freute sich besonders, als ein Verkäufer mit einem antiken Spielautomaten in das Pulheimer Walzwerk kam. "Schon wieder was fürs Herz", schmunzelte er. Doch wie er schnell merken sollte, ist das seltene Stück auch sehr viel wert. Sein Besitzer Jochen Krüchten, Immobilienmakler aus Rülzheim, wollte sich nun vom Erbstück trennen – was der Moderator so gar nicht nachvollziehen kann. "Ich verstehe nicht, wie man sich von so was trennen kann", seufzt er. Schließlich gehörte der Automat bereits Krüchtens Uropa.

"Wäre schön, wenn ein Spieleautomatensammler das Ding nachher wieder kriegt", hofft er. "Spieleautomat sehr cool, Holz sehr schön, alt, teuer", urteilt er. Dann darf auch Experte Detlev Kümmel endlich zu Wort kommen – der hat noch weitere, interessante Infos in petto. So handelt es sich dabei um einen sogenannten Bajazzo-Geschicklichkeitsautomaten, der um die Jahrhundertwende entstand und damals sehr beliebt war. So steckte man eine 10-Pfennig-Münze hinein und schon ging das Spiel los. Die Aufgabe: die darin befindlichen Geldmünzen lösen und einsacken.

Die Händler erkennen sofort den Wert des Spieleautomaten - und bieten um die Wette

Doch dass Verkäufer Krüchten für den Automaten eine Summe im vierstelligen Bereich von den Händlern will, macht den Moderator völlig baff: Seiner Meinung nach sei diese Forderung völlig überzogen. Doch der Experte bestätigt den Besitzer – und schätzt die Rarität auf bis zu 1.500 Euro.

Auch interessant: Das gab's noch nie - Experten fällt überraschendes Urteil über Unikat.

"Da lag ich ja gar nicht so schlecht", freute sich Krüchten. "Du lagst sogar verdammt gut! Du warst sogar noch bescheiden!", muss auch Lichter zugeben. "Man sieht wieder mal, wie wenig Ahnung ich doch davon habe", gibt er schließlich zu.

Die Händler um Julian Schmitz-Avila und Walter Lehnertz sind sofort angetan – und erkennen auf den ersten Blick, worum es sich bei dem guten Stück handelt. Kein Wunder also, dass die Händler sich die Gebote nur so um die Ohren schlugen. Für 1.000 Euro macht schließlich Ludwig Hofmaier den Deal – und der Verkäufer zieht ebenfalls zufrieden von dannen.

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jp

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