"Schwarzer Schwan"

Coronavirus: Börsencrash, Ölpreise abgestürzt - ist jetzt auch unser Geld dran?

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Das Coronavirus hat auch negative Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaft. (Symbolbild)

Der Coronavirus hält aktuell Deutschland in Atem - es wurden vier Fälle in Bayern bestätigt. Doch auch die Börse hat einiges abbekommen. Müssen wir jetzt um unser Erspartes fürchten?

Kurscrash an der Börse, Einbußen beim Konsum und in der Tourismusbranche: Die Angst vor dem Coronavirus treibt nicht nur die Menschen um, sondern belastet auch die Weltwirtschaft. Die Rede ist vom gefürchteten "Schwarzen Schwan": So bezeichnen Finanzexperten - in Anlehnung an ein Buch des Börsenhändlers Nassim Nicholas Taleb - Ereignisse am Aktienmarkt mit schwerwiegenden Folgen, die ohne Vorwarnung eintreten. 

Coronavirus in China und der Welt: Börsencrashs und Wirtschaftseinbußen

Dazu zählt auch der mysteriöse Krankheitserreger aus China, der nun die Welt bedroht. Allein in Bayern wurden bereits vier Fälle gemeldet, zudem gibt es weitere Verdachtsfälle. Nun befürchten Börsenexperten, dass das Virus sich auch negativ auf die globalen Finanzmärkte auswirken könnte. Das zeigt sich bereits an den internationalen Aktienmärkten - innerhalb weniger Tage gab es mehrere Börsencrashs.

Während der Dax fast drei Prozent an Wert verlor, sollen sich auch anderweitig weltweit Börsenwerte in Höhe von Hunderten Milliarden Dollar in Luft aufgelöst haben, berichtet der Spiegel. Besonders die chinesische Wirtschaft, einer der größten Volkswirtschaften der Welt, hat darunter zu leiden. Schließlich wird dort gerade das chinesische Neujahr gefeiert. Die Menschen sollen aber wegen Ansteckungsgefahr besser zuhause bleiben.

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Das schwächt aber den Binnenkonsum. Traditionell gehen viele dann essen, reisen zu Familien oder kaufen Geschenke. Zum Vergleich: 2019 gaben die Chinesen zu dieser Zeit satte 149 Milliarden Dollar (etwa 135 Milliarden Euro) aus. Das kann sich auch verheerend auf das Bruttoinlandsprodukt auswirken. Doch auch die globale Wirtschaft könnte darunter leiden, schließlich ist die chinesische Wirtschaft von zentraler ökonomischer Bedeutung. So hing in den vergangenen Jahren ein Drittel des globalen Wachstums von der Volksrepublik ab.

Ölpreise sind abgestürzt - Anleger steigen wieder auf Gold um

Die Ölpreise sind bereits auf ein 3-Monats-Tief abgestürzt , deutlich unter 60 Dollar (circa 55 Euro) je Barrel (159 Liter). Auch der Preis für Nordsee-Öl soll um mehr als sechs Dollar (etwa 5,50 Euro) pro Fass gefallen sein. Der Grund dafür: Wie Spiegel berichtet, wird davon ausgegangen, dass die Volksrepublik in einer wirtschaftlichen Schwächephase weniger Erdöl braucht. Diese Phase könnte ebenfalls Absatzeinbrüche für deutsche Maschinenbauer, aber auch Zulieferer aus osteuropäischen Produzenten bedeuten. Auch der internationale Tourismus wird unter der Angst vor dem Coronavirus Einbußen verkraften müssen. Schließlich geben chinesische Touristen etwa 250 Milliarden Dollar (circa 227 Milliarden Euro) pro Jahr im Ausland aus.

Anleger nervös - warum es aber (bald) Hoffnung auf Aufschwung gibt

Anleger verhalten sich dementsprechend nervös - und stießen Aktien von Unternehmen ab. Stattdessen griffen sie wieder vermehrt zur "Krisen-Währung" Gold. So soll der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls um mehr als ein Prozent gestiegen sein. Damit ist Gold mit 1.586,43 Dollar pro Feinunze (circa 1.442,18 Euro) so teuer wie zuletzt während der USA/Iran-Krise vor drei Wochen. Andererseits kann es auch schnell wieder Aufwind an den Börsen geben - spätestens dann, wenn die Gesundheitsbehörden Entwarnung geben.

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jp

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