Antizyklisches Investieren

Diese drei Aktien werden völlig unterschätzt - darum sollten Sie zuschlagen

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Gemäß der antizyklischen Strategie sollten Anleger auf Unternehmen setzen, die kurz vor dem Durchbruch stehen.

Die deutschen Anleger sind zurzeit ganz heiß auf Aktien. Schließlich scheinen sie derzeit am lukrativsten. Doch welche lohnen sich im Moment? Hier mehr Börsentipps.

Selfmade-Millionäre "predigen" schon lange: Wer reich werden will, der darf nicht nur sparen, sparen, sparen. Das sei nur ein Baustein auf dem Weg zum Erfolg, ein anderer heißt: klug investieren. Hier kommt das Wertpapiergeschäft ins Spiel. Doch für Aktien-Einsteiger ist die Börse oftmals völliges Neuland – sie fragen sich, in welche Aktien sie am besten investieren sollten. Hier verraten Ihnen Profi-Trader Tipps, welche Wertpapiere im Moment ein "Buy" verdienen.

Antizyklisches Investieren: Warum Sie jetzt auf unterbewertete Unternehmen setzen sollten

Besonders als Aktien-Anfänger ist es wichtig, in Unternehmen anzulegen, die einerseits eine starke und stabile Marktposition aufweisen und andererseits noch nicht so sehr im Fokus stehen, als dass sie günstige Einkaufswerte besitzen. Das wusste bereits der größte Milliardär aller Zeiten, Jakob Fugger. Der Bankier aus dem 15. Jahrhundert hat bereits damals eine Strategie angewandt, die als "antizyklisches Investieren" bekannt wurde. Diese gilt noch heute und bezeichnet das Investieren in noch unbeachtete bzw. unterbewertete Wertpapiere, die bald Gewinne abwerfen.

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Diese Aktien, die noch nicht im Fokus der Allgemeinheit, aber kurz vor dem Durchbruch stehen, herauszufinden, ist die Aufgabe sogenannter Value-Investoren. Sie errechnen den "inneren Wert" eines Wertpapiers – und ziehen so Rückschlüsse auf dessen (langfristiges) Gewinnpotential sowie weiteres Wachstum.

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Besonders interessant sind laut Experten Unternehmen, die Krisenzeiten stärker denn je überwunden haben und nun wieder anziehen. Hier können Anleger also günstig einkaufen – und auf profitable Gewinne hoffen. Doch auch hier gilt: "Der frühe Vogel fängt den Wurm" – schließlich können diese Unternehmen ebenfalls schnell von vielen anderen Investoren entdeckt werden.

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Aktien Kaufempfehlung 2018: Diese Branchen sind aktuell am lukrativsten

"Der ideale Mix sind europäische Firmen mit niedriger Bewertung, deren Absatzmärkte global aufgestellt sind", meint auch Fondsmanager Jens Ehrhardt gegenüber dem Finanzportal Börse Online. Besonders lukrativ seien seiner Meinung nach Unternehmen aus den Branchen:

  • Energie
  • Rohstoffe (Öl etc.)
  • Kommunikationstechnik
  • Gesundheit
  • IT
  • Technologie

Der Fondsmanager hat auch einen Grund, warum er wider Erwartung besonders auf europäische Konzerne pocht: "Beim genauen Blick in die Bilanzen der US-Firmen zeigt sich, dass wir hier meistens keine echten Gewinnsteigerungen sehen. Manager werden häufig nach freiem Cashflow und Gewinn pro Aktie bezahlt. Übernahmen werden per Kreditaufnahme finanziert und die Finanzkraft im Gegenzug durch Aktienrückkaufprogramme wieder gestärkt. Die Bewertung steht am oberen Ende. Zu den großen Ausnahmen zählen IT-Größen wie Microsoft, Facebook oder Alphabet, die in Zukunftstechnologien unterwegs sind", erklärt Ehrhardt weiter.

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Da kommt eine aktuelle Studie der Bank of America Merrill Lnych gerade recht: Schließlich hat sie herausgefunden, dass 67 Prozent aller Gesellschaften beim Gewinn und 72 Prozent beim Umsatz sogar noch die Analystenschätzungen übertroffen haben sollen. Doch wie sieht es speziell in Deutschland aus? Welche Top-Aktien haben hierzulande 2018 die Nase vorn?

Börsentipps: Diese drei Unternehmen sind Insiderkäufe zu Schnäppchenpreisen

Hier empfehlen Experten aktuell drei Wertpapiere:

Auch wenn Volkswagen wegen des Abgasskandals Anfang des Jahres einen Erfolgsknick verbuchen musste, greift hier wieder die antizyklische Strategie. Weitsichtige Anleger hoffen schließlich auf ein Comeback der Aktie – und sollen auch nicht enttäuscht werden. So hat das Wertpapier in den vergangenen Monaten wieder viel wettgemacht. Im Frühjahr noch bei 120 Euro, liegt sein Kurs aktuell bereits wieder bei 180 Euro. Der Grund dafür: die massive Investition des Autobauers in die E-Mobilität. Der kühne Plan von Vorstandschef Matthias Müller: VW soll bis 2020 die Nummer 1 unter den Elektro-Autoherstellern werden.

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Auch die Aktie des Medien-Konzerns ProSiebenSat.1 musste 2017 noch eine herbe Niederlage einstecken: So schloss es mit 23 Prozent Verlust das Börsenjahr ab. Der Grund dafür: der umstrittene CEO Thomas Hebeling. Er musste mehr oder weniger abdanken, nachdem er sich über seine Zuschauer in einem Interview fies ausgelassen hatte. Doch genau diese Krise könnte für Anleger interessant werden – schließlich sollen neue Umstrukturierungen für positive Erfolge sorgen, die bald zu sehen sein könnten. Analysten glauben sogar, dass das Unternehmen stärker denn je an die Börse zurückkehren wird. Aktuell liegt sein Kurs noch beim Schnäppchenpreis von etwa 27 Euro.

Dagegen fristete die Aktie des Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care (FMC) lange Zeit ein Schattendasein. So bewegte sich der Kurs schleppend - bei gerade mal 70, maximal 87 Euro. Doch das Unternehmen profitiert enorm von Trumps Senkung der Unternehmenssteuer – Experten vermuten, dass die Umsetzung etwa 200 Millionen US-Dollar in die Kassen spülen wird. Außerdem soll der Konzern mit Hochdruck an neuen Therapien gegen Blutarmut forschen. Diese könnten bereits 2019 auf dem Markt zugelassen werden – und den Umsatz von FMC mächtig anschieben, schließen Analysten.

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jp

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