ARD-Doku "Der beste Deal"

Mit diesen Praktiken ziehen Ihnen Schlüsseldienstabzocker 440 Euro aus der Tasche 

Unter den Schlüsseldienstanbietern gibt es einige schwarze Schafe.

In der zweiten Folge des ARD-Verbrauchermagazins "Der beste Deal" ist Reporterin Anabell Neuhof den Machenschaften von unseriösen Schlüsseldienstanbietern auf der Spur.

In der neuen ARD-Doku-Serie sind die beiden Reporter Anabell Neuhof und Yared Dibaba immer auf der Suche nach dem "Besten Deal". So testen Sie, ob das Einlösen von Rabattcoupons wirklich viel Geld spart oder Hotelzimmer zum Schnäppchenpreis wirklich halten, was sie versprechen.

In der zweiten Folge des Verbrauchermagazins geht Anabell Neuhof allein auf Betrüger-Jagd - im Fadenkreuz: unseriöse Rohrreinigungs- und Schlüsseldienstunternehmen.

Unnötige Arbeiten, Preisaufschläge: So zocken unseriöse Rohrreinigungsfirmen Kunden ab

Diese werben oftmals im Internet mit supergünstigen Konditionen, sollen aber dann ahnungslose und verzweifelte Kunden mit fiesen Methoden abzocken. Zuerst nimmt sie die Rohrreinigungsdienste unter die Lupe - mithilfe von Experte Günter Hoffmann, Fachkraft für Abwasserkanalarbeiten. Dieser simuliert eine leichte Verstopfung in Anabells Toilette, die für jeden Handwerker schnell wieder zu beheben sein müsste. Dann geht er nach nebenan, während Anabell vier verschiedene Anbieter aus dem Netz abtelefoniert. Zuvor werden noch kleine, versteckte Kameras im Badezimmer angebracht, über die der Experte alles beobachten kann.

Doch bereits zu Anfang ist die Enttäuschung groß: Die meisten Firmen vertrösten sie oder antworten gar nicht. Nur eine Firma kommt mit drei Stunden Verspätung. Der Rohrreiniger lässt sich viel Zeit, macht zusätzlich unnötige Schritte und verlangt am Ende satte 440 Euro. Als die Reporterin und der Experte ihn damit konfrontieren, ist ihm die Situation mehr als unangenehm. Weitere Fragen will er nicht beantworten - immerhin korrigiert er die Rechnung auf 117 Euro.

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ARD-Doku enthüllt: Diese Praktiken wenden Schlüsseldienstbetrüger an 

Als nächstes testet Anabell Neuhof Schlüsseldienstfirmen, diesmal mit der Schützenhilfe von Experte Manfred Krämer. Er ist seit 39 Jahren Sachverständiger für Schließdienste - und erkennt sofort: Neuhofs Haustür ist eine einfache Standardtür, die in einer Minute geöffnet sein sollte. "In einer Großstadt wie Köln kostet der Schlüsseldienst je nach Anfahrtszeit zwischen 50 und 100 Euro", berechnet er. Gesagt, getan.

Die Reporterin wird im Internet fündig, dort werben die Schlüsseldienstunternehmen teilweise sogar mit sagenhaft günstigen Preisen von fünf Euro. Dennoch fällt Neuhof schnell auf: Mehrere Ansprechpartner kommen mit demselben Profil daher. Dennoch versucht sie ihr Glück: Fast alle erklären ihr allerdings bereits am Telefon, dass es einen festen Anfahrtspreis gäbe, alle weiteren Kosten müssen vor Ort geklärt werden. Wieder werden Kameras versteckt (diesmal im Hausgang) und die Reporterin fingiert, dass sie sich ausgesperrt habe.

Rechnungen per Post, keine Belege, plötzliche Preisaufschläge: Vermittlerfirmen schlagen Profit

Die erste Firma, die die Reporterin kontaktiert, kommt nicht nur eine Stunde zu spät, sondern rückt gleich mit zwei Mann an. Bevor sie die Türe öffnen, erklären die Männer, dass sie 20 Euro Anfahrtskosten plus 89 Euro extra für den Schlüsseldienst berechnen. Dann muss Neuhof unterschreiben. Die Türe geht schnell auf, doch dann folgt der Schock: Plötzlich spricht der Mitarbeiter von 248 Euro - schließlich koste es nicht 89, sondern 189 Euro plus Mehrwertsteuer. Die Reporterin habe sich verhört, behauptet er frech. Als sie hineingeht, um das Geld zu holen, dreht er sich zum anderen Mitarbeiter um, grinst und meint: "So musst du's machen." Am Ende erklärt der Experte Neuhof, dass Abzocker-Firmen oftmals absichtlich Zahlen verschlucken würden.

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Bei der zweiten Firma merkt der Mitarbeiter allerdings schnell, dass er beobachtet wird - er geht korrekt vor, verschwindet dann aber nach der Bezahlung, ohne der Reporterin einen Beleg auszuhändigen. Eine typische Masche, so der Experte weiter, so könne man eine Rechnung per Post in x-beliebiger Höhe zuschicken, da der Kunde ja keinen Beweis habe, überhaupt gezahlt zu haben.

Bei der dritten Firma gibt der Mitarbeiter zwar sehr ehrlich Auskunft über die Praktiken, doch er verlangt satte 255 Euro für seine Dienste - obwohl er gerade mal zehn Sekunden braucht, um die Türe zu öffnen. Als die Reporterin und der Experte ihn zur Rede stellen, gibt er an, dass nach 18 Uhr eine Extra-Gebühr für den Notdienst anfällt. Allerdings hatte Neuhof schon mehrere Stunden zuvor angerufen - war er also mit Absicht zu spät? Der Mitarbeiter erklärt allerdings, dass ein Anruf erst mehrere Vermittlungsdienste durchläuft, bis der Auftrag bei ihm landet. Und die wollen schließlich auch alle ihren Anteil, dafür zahlen sie die Werbungskosten auf Google & Co.

Scheinfirmen: Reporterin geht auf Spurensuche - und findet nichts

Schließlich will Neuhof die Vermittlungsfirmen zur Rede stellen - und klappert deren Adressen ab, die sie aus dem Impressum der Homepages hat. Doch die scheinen gar nicht zu existieren - so kommt die Reporterin schließlich zum Schluss, dass es ein Geflecht aus Scheinfirmen sein muss, bei denen die einzelnen Unternehmen schnell unter- und wieder auftauchen können, wenn Ärger (mit der Polizei) ansteht. Daher sei es auch so schwierig, diese zu fassen.

Aus diesem Grund rät sie abschließend, lieber Firmen aus der Umgebung zu beauftragen und sich stets eine Rechnung schriftlich aushändigen zu lassen.  

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Abgezockt: Die schlimmsten Fälle der Verbraucherzentrale

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