Staatsverschuldung

Gefahr Grundrente? Dieses enorme Problem sieht ein prominenter Wirtschaftsexperte

Um Altersarmut vorzubeugen, will die Bundesregierung die Grundrente einführen. Doch diese birgt enorme Risiken.
+
Um Altersarmut vorzubeugen, will die Bundesregierung die Grundrente einführen. Doch diese birgt enorme Risiken.

Die Grundrente soll Menschen, die ihr Leben lang gearbeitet haben, vor Altersarmut schützen. Ein wichtiges Ansinnen, das in der Umsetzung Schwierigkeiten birgt.

Der Gedanke hinter der Grundrente ist ein Guter: Sie soll Versicherte, die mindestens 35 Jahre gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt haben, ein Alterseinkommen oberhalb der Grundsicherung bescheren – ohne vorherige Prüfung der Lebensumstände und Vermögenswerte. Die Regierung möchte so gewährleisten, dass kein Rentner, der sein Leben lang gearbeitet oder für die Familie gesorgt hat, am Hungertuch nagen muss. Doch die Grundrente in die Realität umzusetzen, ist nicht einfach. So zeigt eine neue Studie, dass die Kosten für die Umsetzung viel höher ausfallen würden, als bisher angenommen.

Falsche Rechnung der Bundesregierung? Grundrente wohl teurer als gedacht

Das Prikäre daran: Die Grundrente soll ausschließlich aus Steuergeldern finanziert werden. Dem Nachrichtenportal Focus zufolge warnt der Finanzwissenschaftler Bernd Raffelhüschen vor der neuen Sozialleistung, weil der Staat durch sie neue Schulden aufnehmen müsste. Für die Stiftung Marktwirtschaft habe der Leiter des Forschungszentrums Generationenverträge errechnet, dass sich die Kosten der Grundrente auf etwa 2,3 Milliarden Euro pro Jahr belaufen würden.

Im Video: Fakten rund um die Grundrente

Doch die Volkspartei CSU kommt auf einen viel niedrigeren Betrag: Markus Söder als Parteivorsitzender spricht von maximal 1,5 Milliarden Euro, die für die Grundrente aufgewendet werden müssen. Dazu sollen Steuergelder verwendet werden, die unter anderem durch die geplante Finanztransaktionssteuer in die Staatskasse fließen sollen.

Lesen Sie auch: Rentner blechen 33 Milliarden Euro an Steuern - und müssen noch nebenbei arbeiten.

Ökonom warnt: Grundrente bedeutet für Sozialkassen enorme Belastung

"Unsere eigenen Berechnungen liegen gut 50 Prozent über der Kostenschätzung der Großen Koalition, und das noch ohne Berücksichtigung der angedachten Gleitzonen bei den Grundrentenzeiten und beim Einkommensfreibetrag", zitiert der Focus Finanzexperte Raffelhüschen. Die fatale Folge in den Augen des Ökonomen: Die Grundrente und andere Entscheidungen der Bundesregierung wie etwa die Rente mit 63 treiben die Staatsverschuldung enorm in die Höhe. Allein die Einführung der Grundrente würde 150 Milliarden Euro Folgekosten verursachen laut Raffelhüschen - für die ohnehin hoch verschuldeten Sozialkassen eine riesige Belastung. Und auch für den Plan der Bundesregierung, im Jahr 2020 keine neuen Staatsschulden zu machen, sieht Finanzexperte Raffelhüschen schwarz.

Weiterlesen: Mit diesem Trick gehen Sie früher in Rente - und sahnen auch noch richtig ab.

Wegen der abschlagsfreien Rente mit 63 stiegen die Kosten für die Rentenkasse. Die monatlichen Kosten überschreiten die zwei Milliarden Euro.

jg

Günstige Paradiese: Wer hier lebt, muss nie wieder arbeiten gehen

Unterirdische Höhlen, malerische Klippen und türkisblaues Meer: Die portugiesische Algarve ist mehr als nur ein Touristenort.
Besonders Carvoeiro verführt mit seinem milden Klima, den atemberaubenden Sonnenuntergängen und den kulinarischen Genüssen das ganze Jahr über - zu einem kleinen Preis. Seit der Eurokrise Portugals ist es für Aussteiger hier sogar noch günstiger zu leben. Für nur 1.150 Euro monatlich pro Person (Wasser und Heizung sind kostenlos) kann man sich hier die Sonne auf den Bauch scheinen lassen.
Barcelona gilt als hippe, bunte Stadt, die nur so vor Energie vibriert. An den vielen Kunstgalerien, Museen, Restaurants und Shoppingmeilen kann man sich in einem Urlaub kaum satt sehen. Zudem bietet die Metropole mit ihrem Stadtstrand für genug Erholung. Wer dauerhaft dort sesshaft werden möchte, zahlt insgesamt etwa 1.518 Euro an Lebenshaltungskosten.
Ruhig, beschaulich und friedlich - so kann man das Leben im kleinen Örtchen Santa Familia in Cayo, Belize bezeichnen. Hier kennt und kümmert sich jeder (um) jeden und das Leben dort ist sehr einfach. Außerdem erwartet Aussteiger offenes Meer, eine frische Brise sowie ganz viel Sonne - und das für gerade mal 1.000 Euro monatlich.
Günstige Paradiese: Wer hier lebt, muss nie wieder arbeiten gehen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare