Unverhoffter Geldsegen

Wie panne! Finanzamt zahlt Steuerzahlern 26 Millionen - aus diesem Grund

Steuerzahler im US-Bundesstaat Louisiana durften sich über eine riesige Rückzahlung freuen. Aber nicht sehr lange.
+
Steuerzahler im US-Bundesstaat Louisiana durften sich über eine riesige Rückzahlung freuen. Aber nicht sehr lange.

Da haben tausende US-Steuerzahler nicht schlecht gestaunt, als sie vom Fiskus einen plötzlichen Geldsegen in Millionenhöhe erhalten hatten. Wie es dazu kommen konnte, hier.

Stellen Sie sich vor: Sie haben Ihre Steuererklärung abgegeben und nun warten Sie gespannt darauf, ob und wie viel Geld Sie vom Finanzamt wohl zurückerhalten werden. Zehntausenden Steuerzahlern aus dem US-Bundesstaat Louisiana ging es ebenso - doch beim Blick auf den Kontoauszug konnten die ihr Glück kaum glauben.

US-Finanzamt überweist Steuerzahlern über 26 Millionen Dollar - wegen einer Computerpanne

Schließlich durften sie sich nicht nur einmal über einen unverhofften Geldsegen freuen - sondern gleich zweimal! Das berichtet jetzt die Nachrichtenagentur AFP. Das Finanzamt hatte aufgrund einer Computerpanne die Steuerrückzahlung an mehr als 66.000 Bürger innerhalb von nur zwei Tagen doppelt überwiesen.

Insgesamt sollen über 26 Millionen Dollar (etwa 23 Millionen Euro) fälschlicherweise vom Fiskus ausbezahlt worden sein. Als das Finanzamt seinen Fehler erkannte, war es schon zu spät. 

Deshalb hat es nun die Steuerzahler dazu aufgefordert, das Geld nicht auszugeben, sondern es innerhalb von 30 Tagen wieder zurück zu überweisen. Ein kurzes Vergnügen … Da kann man nur hoffen, dass sich auch wirklich alle daran gehalten haben! Nicht, dass es für manch einen noch ein teures Erwachen gibt ...

Lesen Sie auch: Steuererklärung 2018: So sahnen Sie bis zu 5.200 Euro ab.

jp

Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Grundsätzlich galt bislang der 31. Mai als letzter Abgabetermin. Doch im Rahmen des "Gesetzes zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens" haben Arbeitnehmer in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen bis zum 31. Juli Zeit. Allerdings nur, wenn Sie Ihre Steuererklärung authentifiziert elektronisch über Elster an das Finanzamt überweisen. Falls Sie allerdings nicht dazu verpflichtet sind, können Sie sich auch vier Jahre Zeit lassen und rückwirkend die Steuererklärung abgeben. Oftmals erhalten Sie dann mehr Geld zurück.
Mit Frei- und Pauschbeträgen lässt sich viel Geld bei der Steuererklärung sparen. Diese werden in der Steuererklärung in der Anlage N separat angegeben. Unter Pauschbeträge werden Werbungskosten und Sonderausgaben gezählt. Unter Freibeträge fallen die "außergewöhnlichen Belastungen", wie der Kinderfreibetrag, Entlastungsbetrag, Ausbildungsfreibetrag, Pflege-und/oder Behindertenpauschbetrag. Diese erhalten Sie allerdings erst, wenn Sie die jeweilige Einkommenssumme überschritten haben. Nachweise sind nicht mehr nötig.
Frischgebackene Ehepaare haben bei einer ersten gemeinsamen Steuererklärung viele Vorteile zu Unverheirateten - schließlich profitieren sie davon, dass sie je nach Einkommen zwischen drei Steuerklassen-Kombinationen wählen können. Außerdem greift hier das Ehegattensplitting, wenn sie unterschiedlich verdienen. Hierbei wird das Einkommen des Ehepaares zusammen veranlagt, die Summe halbiert und aus dieser die Einkommenssteuer errechnet. Anschließend wird sie verdoppelt. So gilt das Ehepaar steuerlich als eine Person.
Kinder kosten viel Geld - doch Familien werden bei der Steuererklärung berücksichtigt. Schließlich erhalten Sie Kindergeld, sogar, wenn Ihr Kind noch volljährig und in Ausbildung ist. Zudem profitieren Sie vom Kinderfreibetrag, der 2018 auf 7.428 Euro gestiegen ist. Außerdem können Eltern Betreuungskosten (maximal 4.000 Euro) unter Anlage Kind von der Steuer absetzen. Schließlich können Sie bereits vor der Steuererklärung Steuern sparen, wenn Sie Ihre bis zum 30. November des laufenden Jahres Auskünfte über etwaige Kosten in Bezug auf Ihre Kinder auf Ihrer Lohnsteuerbescheinigung angeben.
Steuererklärung kompakt: Änderungen, Frist und rückwirkend abgeben

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare