Nicht wegwerfen

Dieser Irrglaube über Hähnchenfleisch hat Sie schon viel Geschmack gekostet

Hähnchenfleisch gilt als bekömmlich, kalorienarm und vielseitig. Die Haut dagegen ist verpönt. Es gibt aber gute Gründe für ihr Comeback in der Küche.

  • Hähnchenfleisch gilt als figurfreundlich.
  • Die Haut ist dagegen fettreich und soll Cholesterin und Blutdruck negativ beeinflussen.
  • Experten empfehlen nun aber doch, die Haut am Huhn zu belassen und haben gute Gründe dafür.

Es ist gar nicht so leicht, eine Hühnerbrust saftig zu garen*. Das Fleisch trocknet sehr schnell aus und ist dann alles andere als ein Genuss. Viele Hobbyköche behelfen sich deshalb mit Panaden oder öligen Marinaden. Dabei hätte die Hähnchenhaut denselben Effekt.

Aus gutem Grund: Hähnchenhaut nicht mehr wegwerfen, sondern genießen

Während Ernährungsexperten lange Zeit den Verzicht auf Hähnchenhaut gepredigt haben, kommt es nun zu einem Umdenken. Wie das Portal Insider berichtet, gehören die meisten Fette in der Hähnchenhaut zu den guten, ungesättigten Fettsäuren. Diese sollen cholesterin- und blutdrucksenkend wirken. Es ist also unproblematisch, einen Teil der Haut am Fleisch zu belassen, mitzugaren und auch zu essen.

Zusätzlich zu den ungesättigten Fettsäuren, sorgt die Haut dafür, dass das Hähnchenfleisch beim Garen saftiger und geschmackvoller bleibt, wie der Insider weiter schreibt. Sie benötigen also überhaupt keine dicke, kohlenhydratsatte Panade und auch nicht so viel Salz und andere Gewürze, um das Hähnchen "genießbar" zu machen. Ein weiterer guter Grund, die Haut am Huhn zu lassen. Zum Beispiel für ein Backhähnchen...

Lesen Sie auch: Darum sollten Sie Hähnchenfleisch auf keinen Fall waschen

Rezept für Backhähnchen mit knuspriger Haut

Sie brauchen:

  • 1 küchenfertiges Hähnchen (ca. 1,2 kg)
  • 1 TL edelsüßes Paprikapulver
  • 1 TL rosenscharfes Paprikapulver
  • 1 TL getrockneter Thymian
  • 1 TL getrockneter Rosmarin
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Ketchup
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Alufolie
  • Küchengarn

Weiterkochen: Chicken Jambalaya – Dieses würzige One-Pot-Gericht aus den USA müssen Sie sofort nachkochen

So bereiten Sie das Backhähnchen im Ofen zu:

  1. Heizen Sie Ihren Backofen auf Umluft auf 180 Grad vor.
  2. Tupfen Sie das Hähnchen innen und außen mit einem Küchentuch gut trocken.
  3. Hacken Sie den Knoblauch fein mit grobkörnigem Salz, bis eine Paste entsteht*.
  4. Würzen Sie die Innenseite gut mit der Knoblauch-Salz-Paste und Pfeffer.
  5. Mischen Sie das Paprikapulver mit 1 TL Salz, Thymian, Rosmarin, Ketchup und dem Olivenöl.
  6. Legen Sie zwei lange Stücke Alufolie über Kreuz in den Bräter und setzen Sie das Hähnchen darauf. 
  7. Binden Sie die Keulen mit Küchengarn zusammen.
  8. Streichen Sie das Hähnchen mit der Gewürzpaste ein.
  9. Schlagen Sie die Alufolie um das Hähnchen und drücken Sie sie fest zusammen.
  10. Schieben Sie das Hähnchen in den Backofen.
  11. Nach 30 Minuten nehmen Sie es aus dem Ofen und öffnen die Alufolie*.
  12. Übergießen Sie das Hähnchen mit dem entstandenen Bratensaft.
  13. Schieben Sie das Hähnchen wieder in den Ofen und lassen Sie es bei offener Alufolie weitere 40 Minuten fertig braten.

Servieren Sie zu diesem würzigen und saftigen Hähnchen einfach ein frisches Baguette und einen gemischten Salat und Sie haben ein nahrhaftes, köstliches Essen gezaubert.

Lesen Sie auch: Endlich eine Lösung! So einfach bleibt die Gurke im Kühlschrank länger frisch

ante

Schauen Sie schnell in Ihren Kühlschrank: Diese Lebensmittel müssen raus

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa / Felix Hörhager

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare