Rezept

Köttbullar – So machen Sie die feinen schwedischen Hackbällchen selbst

Sie kennen Köttbullar wahrscheinlich vom großen schwedischen Möbelhaus - dabei schmecken sie selbstgemacht viel besser.
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Sie kennen Köttbullar wahrscheinlich vom großen schwedischen Möbelhaus - dabei schmecken sie selbstgemacht viel besser.

Die skandinavische Küche ist in Deutschland eindeutig zu wenig bekannt. Dabei hat sie ein paar echte Highlights zu bieten. So machen Sie Köttbullar einfach selbst.

  • Köttbullar sind ein beliebter Snack für Möbelkäufer.
  • Die Hackbällchen lassen sich einfach selbst machen.
  • Mit einer sahnigen Soße sind sie ein echter Genuss.

Gerichte aus Italien? Sehr bekannt hierzulande! Ebenso verhält es sich zum Beispiel mit der französischen Küche. Auch die USA oder der Balkan steuern etliche inzwischen eingebürgerte Highlights wie zum Beispiel Cevapcici, Djuvec Reis und natürlich viele Burger-Varianten zu unserer täglichen Küche bei.

Aber wie sieht es mit Skandinavien aus? Zumindest mir sind nicht besonders viele Gerichte bekannt. Das berühmteste hat wohl ein großes schwedisches Möbelhaus importiert. Die Rede ist von Köttbullar. Jene golfballgroßen Hackbällchen*, die man sich oft nach dem Einkauf dort noch gönnt.

Die Aussprache: Schöttbüllar

Wer in Schweden "Köttbullar" so ausspricht wie es geschrieben steht, wird wohl nur fragende Blicke ernten. Denn: Ein "K", das einem "Ö" voransteht, wird als "Sch" ausgesprochen. Und ein "U" ähnelt eher einem kurzem "Ü". Also "Schöttbüllar". Damit wäre das schon einmal geklärt.

Köttbullar: Der Streit über die Herkunft

Laut einem Wikipedia-Eintrag soll nicht zu 100 Prozent feststehen, dass es sich um ein schwedisches Gericht handelt. Angeblich habe es vor vielen Jahren aus dem Raum der heutigen Türkei von dort seinen Weg nach Schweden gefunden. Allerdings ist von keinen Rechtsstreitigkeiten zwischen beiden Ländern diesbezüglich bekannt. Und was würden übrigens die lieben Italiener zu dieser Thematik angesichts ihrer Hackbällchen Toskana sagen? Halten wir uns also lieber aus dieser Diskussion heraus.

Was unterscheidet schwedische Hackbällchen von unseren Bulletten?

Berechtigte Frage. Ist also außer der Form sonst noch ein gravierender Unterschied festzustellen? Ja: Schwedische Hackbällchen werden oftmals mit Elchfleisch zubereitet. Wobei man sagen muss: Auch in Schweden wird nicht zwangsläufig Elchfleisch verarbeitet. Ebenso finden Rindfleisch oder Schweinefleisch dort ihren Weg in die Hackfleischmasse. Meiner Recherche nach gibt es sonst keine gravierenden Unterschiede zwischen Frikadellen* und Köttbullar.

Ein wichtiger Tipp für die Köttbullar-Soße

Diese ist auch sehr schnell fabriziert. Aber passen Sie auf eine Sache auf: Sie müssen zuerst die Hackbällchen in einer Pfanne von allen Seiten abraten. Ist dies geschehen, garen Sie die Kugeln im Backofen bei etwa 140 Grad gar (klappt für Grillfreunde auch in der indirekten Hitzezone vom Grill). Während dieser Zeit bereiten Sie die Soße zu. Hierbei ist es wichtig, dass dies in jener Pfanne geschieht, in welcher Sie die Bällchen angebraten haben. Also die Pfanne bitte nicht sauber machen! Weil dort befinden sich noch leckere Röstaromen vom Fleisch, die auf diese Weise ihren Weg in die Soße finden. Ob Sie die Soße übrigens wie in diesem Rezept mit Champignons machen oder sie weglassen, das bleibt Ihnen überlassen.

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Diese Beilagen passen zu Köttbullar

Hier machen sich Kartoffeln und ein Gurkensalat sehr gut. Beides ist zudem sehr schnell angerichtet. Und als Dip, falls einem die Soße nicht genug hermacht, passt immer ein Klecks Preiselbeermarmelade.  

Rezept für Köttbullar

Portionen: 3
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Zubereitungszeit: 30 Minuten

Diese Zutat brauchen Sie für das Köttbullar-Rezept

  • 500 g Hackfleisch* (gemischt) 
  • 1 Zwiebel 
  • 1 EL Butter (fürs Andünsten von Zwiebeln, Petersilie und Knoblauch) 
  • 1 Semmel 
  • 2 Knoblauchzehen 
  • 50 ml Milch 
  • 1 Ei 
  • 2 EL Semmelbrösel 
  • 1 TL mittelscharfer Senf 
  • 0,5 TL Piment 
  • 0,5 TL gemahlener Ingwer 
  • 0,5 TL Muskatnuss 
  • 60 g Butter (fürs Anbraten der Hackbällchen) 
  • 2 EL Mehl 
  • 250 g braune Champignons 
  • 150 ml Weißwein 
  • 200 ml Sahne 
  • 250 ml Rinderfond
  • 1 kleiner Bund Petersilie 
  • Salz (zum Würzen) 
  • Pfeffer (zum Würzen)

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So bereiten Sie das Rezept für Köttbullar zu

  1. Die Semmel in kleine Würfel schneiden, mit warmer Milch übergießen und einweichen lassen.
  2. Petersilie, Zwiebel und Knoblauch klein hacken und in einem Esslöffel Butter leicht andünsten und abkühlen lassen.
  3. Jetzt Folgendes ins Hackfleisch kneten: den Semmelteig, die Mischung aus Zwiebeln, Knoblauch und Petersilie. Auch das Ei, den Senf, die Semmelbrösel, sowie die Gewürze.
  4. Nun die Masse zu golfballgroßen Bällchen formen.
  5. 60 g Butter erhitzen (in einer Pfanne) und die Bällchen bei mittlerer Temperatur rundherum von allen Seiten anbraten.
  6. Die Hackbällchen entweder im Backofen bei 140 Grad oder im indirekten Bereich auf dem Grill fertiggaren.
  7. Zwischenzeitlich die Champignons in Scheiben schneiden. In der Pfanne, in der die Hackbällchen angebraten wurden, ebenfalls andünsten.
  8. Mehl darüber stäuben, mit dem Champignons vermengen und alles kurz anrösten.
  9. Mit Rinderfond und Weißwein aufgießen und etwa zehn Minuten köcheln lassen.
  10. Sahne dazu geben und kurz aufkochen lassen.
  11. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Hackbällchen in der Soße platzieren und servieren.

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Das Rezept für Köttbullar im Video

Anja Auer ist Chefredakteurin des BBQ & Food-Magazins "Die Frau am Grill". Nebenbei betreibt sie den größten YouTube-Kanal zum Thema "Grillen" der im deutschsprachigen Raum von einer Frau produziert wird. Die meisten der Rezepte gelingen aber nicht nur auf dem Grill sondern auch auf dem Herd und im Ofen. Weitere Rezepte finden Sie auf www.die-frau-am-grill.de und dem YouTube-Kanal www.youtube.com/diefrauamgrill.

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