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So braten Sie Ihr Steak perfekt medium rare

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Von: Maria Wendel

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Rinderfiletsteaks müssen saftig und zart sein. Mit diesen Tipps zur Zubereitung braten Sie Ihr Steak ab sofort auf den Punkt.

Um das perfekte Steak* zuzubereiten, braucht man nicht viele Zutaten, aber ein wenig Geschick. Bei einer zu langen Garzeit ist der Punkt überschritten, an dem es kein Zurück mehr gibt, und das Steak ist in der Mitte nicht mehr schön rosa, sondern grau und zäh. Ist die Garzeit zu kurz, hat man einen roten und blutigen Fleischklumpen auf dem Teller. Beides macht das Steak nicht gerade appetitlich, und der Unterschied zwischen diesen beiden Schicksalen liegt oft bei weniger als einer Minute Garzeit, so dass nur ein kleiner Spielraum für Fehler bleibt. Zum Glück haben wir die besten Tipps, wie Sie die ideale Innentemperatur und die perfekte Kruste erreichen.

Gegrilltes Filet Mignon Rindersteak, mit Zwiebel und Spargel, auf hölzernem Servierbrett.
Gegrilltes Filet Mignon Rindersteak, mit Zwiebel und Spargel, auf hölzernem Servierbrett. © YAY Images/Imago

Medium rare: Was bedeutet das?

Medium rare bezieht sich laut Steak University auf die Temperatur, die das Steak beim Garen erreicht. In diesem Fall liegt sie bei 54 Grad Celsius Kerntemperatur. Aber die Temperatur ist nicht der einzige Indikator für den Erfolg. Das Fleisch sollte in der Mitte rosa werden und nicht rot oder roh aussehen, wenn es erfolgreich gegart wurde. Der Geschmack schließlich ist saftig und zart, und das Fett sollte gut verteilt sein, so dass das Steak auf der Zunge zergeht.

Die Wahl des richtigen Fleischstücks für das perfekte Steak

Verschiedene Steakstücke sind unterschiedlich zart und geschmackvoll. Faktoren wie die Stelle, an der das Fleisch vom Tier geschnitten wurde, die Fettmarmorierung, der Alterungsprozess und die Ernährung des Tieres beeinflussen den Geschmack und die Zartheit des Steaks. Je älter das Fleisch wird, desto mehr zerfällt das Gewebe und desto zarter wird das Fleisch. Gras- und Getreidefütterung können ebenfalls eine Rolle spielen. Omaha Steaks weist darauf hin, dass grasgefütterte Tiere ein magereres Fleisch liefern, während getreidegefütterte Tiere fetter, stärker marmoriert und damit zarter sind.

Für ein medium rare Steak sollten Sie sich für Filet Mignon, Ribeye, Sirloin-Steak oder Flat Iron Steak entscheiden. Das Filet Mignon, wenn es medium rare gegart wird, ergibt ein zartes, wenig marmoriertes Steak mit einem milden Rindfleischgeschmack. Das Ribeye hat viel mehr Marmorierung und ist daher reichhaltiger und saftiger im Geschmack. Das Sirloin-Steak ist dafür bekannt, dass es ein preiswertes Abendessen für die Woche ist, und es schmeckt fleischig, reichhaltig und mager. Sie sollten dieses Stück nicht „totbraten“. Das Flat Iron ist wie das Filet Mignon sehr zart, hat einen kräftigen Fleischgeschmack und eine saftige Marmorierung.

Das Steak auf Zimmertemperatur bringen

Unabhängig davon, für welches Fleischstück Sie sich entscheiden, sollten Sie es vor dem Garen auf Zimmertemperatur bringen. Warum ist das so wichtig? Es hat alles damit zu tun, dass das Fleisch gleichmäßig gegart wird. Stellen Sie sich ein sehr kaltes Stück Fleisch vor, das in eine heiße Pfanne geworfen wird. Es wird sehr schnell heiß und brennt außen an. Wenn das Fleisch jedoch innen kalt ist, dauert es viel länger, bis es durchgebraten ist, was die Wahrscheinlichkeit eines ungleichmäßigen Garens erhöht. Eine andere Theorie besagt, dass dieser plötzliche und starke Temperaturwechsel dazu führen kann, dass sich die Muskelfasern verkrampfen, und das wollen Sie sicher nicht. Planen Sie 30 bis 60 Minuten für den auf-Zimmertemperatur-bringen-Schritt ein. Dann ist es an der Zeit, sich für eine Zubereitungsart zu entscheiden.

Zubereitungsarten zum Steakbraten: erst Herd, dann Ofen

Bei dieser Methode wird das Steak zuerst auf dem Herd in eine heiße Pfanne gegeben und dann in den heißen Ofen gestellt. Beachten Sie folgende Tipps:

Das perfekte Steak medium rare: in der Pfanne anbraten

Das Anbraten in der Pfanne ist eine weitere gute Methode, um ein perfektes medium rare Steak zuzubereiten, ohne vom Herd in den Ofen wechseln zu müssen. Hierbei wird die Oberfläche in einer sehr heißen Pfanne gegart, bis sich eine knusprige, goldbraune und geschmackvolle Kruste bildet. Beachten Sie dabei Folgendes:

Eine dritte Methode für die Steak-Zubereitung ist das sogenannte Rückwärtsbraten, worüber Sie hier mehr erfahren.

So erkennen Sie, ob das Steak medium rare ist

Mit etwas Übung können Sie feststellen, ob das Steak perfekt medium rare gegart ist, indem Sie mit Ihrem Finger auf das Fleisch drücken: Ein medium rare Steak gibt etwas nach, wenn man mit dem Finger leicht darauf drückt. Wenn ein Steak blutig (rare) ist, ist es ganz weich und weist an der Stelle, an der es gedrückt wurde, eine Delle auf. Ein medium oder noch länger gegartes Steak gibt gar nicht oder nur minimal nach. Eine weitere Möglichkeit, um festzustellen, ob das Fleisch richtig gegart ist, ist der Handballentest: mehr dazu, wie Sie diesen anwenden, lesen Sie hier.

Im Video: Garstufen von Fleisch prüfen

Das Geheimnis eines saftigen Steaks

Nach dem Braten ist das Steak allerdings noch nicht direkt bereit, verspeist zu werden. Ein essentieller Schritt besteht darin, es noch ruhen zu lassen, bevor man es anschneidet! Auch wenn das Warten schwer fällt. Wenn Sie zu früh anschneiden, läuft der Fleischsaft heraus und das Fleisch wird trocken und zäh. Als Daumenregel geben Profiköche an: eine Minute Wartezeit pro 100 Gramm Fleisch.

Wenn Sie auch diesen Schritt erfolgreich gemeistert haben, steht dem Steak-Genuss nichts mehr im Wege. Sie können das Fleisch jetzt anschneiden (Achtung: quer zu den Fasern!). Guten Appetit! Wenn Sie außerdem wissen möchten, worauf Sie beim Grillen von Steaks achten müssen, lesen Sie hier weiter. (mad) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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