COPD-Patienten sollten auf Ernährung achten

Berlin - Die chronische Lungenerkrankung COPD ist weltweit die vierhäufigste Todesursache. Experten betonen, wie wichtig die richtige Ernährung für COPD-Patienten ist.

Menschen mit einer chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) müssen besonders sorgfältig auf ihre Ernährung achten. Denn sie haben meist einen erhöhten Energieverbrauch wegen ihrer krankheitsbedingt erschwerten Atmung, leiden aber gleichzeitig oft unter Appetitlosigkeit. „Um einem Verlust der Muskelmasse vorzubeugen, sollten COPD-Patienten die Eiweißzufuhr im Vergleich zu Gesunden erhöhen“, empfiehlt Joachim Bargon von der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP).

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Zum Erhalt der Muskelmasse werden 1,2 bis 1,9 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen, zum Muskelaufbau 1,6 bis 2,5 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht. „Besonders günstig haben sich die folgenden Eiweißkombinationen erwiesen: Getreide mit Milchprodukten, zum Beispiel Brot mit Käse, Nudelauflauf mit Käse, Grießbrei, Getreide mit Ei, zum Beispiel Pfannkuchen, Getreidebratlinge, und Kartoffeln mit Milchprodukten oder Ei, zum Beispiel Pellkartoffeln mit Quark, Kartoffelpüree mit Rührei“, empfiehlt Bargon.

Jeder fünfte COPD-Patient ist mangelernährt

Die Ernährung sollte auch vitaminreich sein. „Darüber hinaus sollte auf eine gute Versorgung mit n3-Fettsäuren geachtet werden, die anti-entzündliche Effekte haben und sich günstig auf das Immunsystem auswirken“, sagt Bargon. n3-Fettsäuren sind vor allem enthalten in fettreichen Salzwasserfischen oder Lein-, Walnuss- und Rapsöl. Wegen des hohen Osteoporose-Risikos sollten COPD-Patienten außerdem ausreichend Kalzium konsumieren.

Nach Angaben der DGP ist jeder fünfte COPD-Patient mangelernährt, bei Patienten mit schwerer COPD sogar jeder zweite. Sie sollten möglichst frühzeitig eine Ernährungstherapie machen, rät der Verband.

dapd

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