Warnung

Diese Diät machen viele - und riskieren damit eine schlimme Herzkrankheit

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Gut fürs Herz: Heidelbeeren. Weniger gut fürs Herz: eine gängige Diät.

Der Sommer naht und Sie möchten ein paar Kilos abspecken? Viele greifen jetzt zu einer altbewährten Diät-Form - die allerdings einer neuen Studie zufolge immens schaden kann.

Einfach die Kohlenhydrate weglassen und schon nimmt man ab - so der bekannte Diät-Tipp. Doch dieser hat es in sich: Forscher kamen zu einem erschreckenden Ergebnis, als sie die Folgen einer Low-Carb-Ernährung auf die Herzgesundheit untersuchten.

Ketogene Diät sieht wenige Kohlenhydrate vor: Warum das so gefährlich ist

Low-Carb-Diäten sehen vor, wenig bis gar keine Kohlenhydrate zu essen. Die ketogene Diät ist dabei die extremste: Bei dieser Ernährungsform werden Kohlenhydrate komplett weggelassen. Stattdessen kommen Gemüse, Milchprodukte, Fisch und Fleisch auf den Tisch - Kohlenhydrate werden sozusagen durch Fette und Proteine ersetzt.

Welche Auswirkungen das hat, erforschte jetzt ein internationales Forscherteam um Nicole Napoli vom American College of Cardiology, das sich mit der Entwicklung und Behandlung von Herzerkrankungen befasst. Anhand der Gesundheitsdaten von 14.000 Menschen ermittelten die Wissenschaftler, dass eine Low-Carb-Ernährung mit einem sehr hohen Risiko für Herzrhythmusstörungen verbunden ist, wie das Gesundheitsportal Heilpraxisnet berichtete.

Diejenigen Studienteilnehmer, die einen Großteil des täglichen Kalorienbedarfs mit Kohlenhydraten aus Getreide, Obst und stärkehaltigem Gemüse wie Kartoffeln deckten, waren auffällig seltener von Vorhofflimmern betroffen.

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Optimal fürs Herz: Rund 45 bis 52 Prozent Kohlenhydrate am Tag

Für ihre Studie analysierten die Forscher umfangreiche Angaben der Studienteilnehmer über ihre Ernährungsgewohnheiten - und das über einen Zeitraum von 22 Jahren. Aufgeteilt waren die Probanden in drei Gruppen: Low-Carb, Medium-Carb und High-Carb. "Niedrige Kohlenhydratdiäten waren mit einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Vorhofflimmern verbunden, unabhängig von der Art des Proteins oder des Fettes, das als Ersatz für die Kohlenhydrate verwendet wurde", sagte Dr. Xiaodong Zhuang, einer der Studienautoren.

Die Low-Carb-Gruppe habe eine um 18 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, Vorhofflimmern zu entwickeln, als Personen mit einer moderaten Kohlenhydrat-Zufuhr. Letztere deckten ihren täglichen Kalorien-Bedarf zu 44,8 bis 52,4 Prozent mit Kohlenhydraten. Alle die mehr zu sich nahmen, landeten in der High-Carb-Gruppe: Auch gegenüber dieser Gruppe hatte die Low-Carb-Gruppe ein um 16 Prozent höheres Vorhofflimmern-Risiko.

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Einen Grund dafür vermuten die Forscher darin, dass Low-Carb Entzündungen im Körper begünstigt, weil weniger entzündungshemmende Nahrungsmittel wie Getreide, Obst und Gemüse gegessen werden. Entzündungshemmende Ernährung und deren positive Wirkung auf die Herzgesundheit gerät immer mehr in den Fokus von Wissenschaftlern.

Zur Studie

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jg

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