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Gürtelrose Komplikationen und Langzeitfolgen: Gehirnentzündung ist möglich

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Von: Natalie Hull-Deichsel

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Komplikationen einer Gürtelrose können auch Lungenentzündung und Herzmuskelentzündung sein.
Gürtelrose bzw. das Varizella-Zoster-Virus kann das Gehirn befallen und eine Entzündung (Enzephalitis) auslösen. (Symbolbild) © Science Photo Library/Imago

Die „Gürtelrose“, verursacht durch das Windpocken-Virus, betrifft bei weitem nicht nur die Haut im Gürtelbereich. Sogar Gehirninfektionen sind möglich.

München – Gürtelrose als Folge einer Windpocken-Infektion ist nicht zuletzt wegen Corona wieder mehr in den Vordergrund gerückt. Denn laut einer neuen Studie erhöht eine Infektion mit dem Covid-19-Virus das Risiko für die Entwicklung einer Gürtelrose auf über 15 Prozent. Zwar wird die Erkrankung, die durch das Varizella-Zoster-Virus (VZV) verursacht wird, irrtümlich häufig mit Menschen ab 50 Jahren in Verbindung gebracht. Doch da Corona nachweislich mit einem Gürtelrose-Ausbruch in Verbindung steht, kann es auch Jüngere betreffen – letztlich all jene, die sich zu einem früheren Zeitpunkt mit Windpocken angesteckt hatten, weil sie nicht geimpft waren.
Welche Komplikationen des Gehirns mit einer Gürtelrose-Erkrankung verbunden sein können, erfahren Sie bei 24vita.de.

Humanmediziner Dr. med. Michael A. Überall, Präsident der Deutschen Schmerzliga e. V., erklärt im Gespräch mit 24vita.de: „Die häufigste Komplikation der akuten Gürtelrose ist definitiv Schmerz – nahezu jeder Betroffene berichtet davon. Im Falle einer bereits bestehenden Immunschwäche des Betroffenen ist in Extremfällen eine lebensbedrohliche Ausbreitung der Viren über die Blutzirkulation sowie ein Befall des gesamten Nervensystems möglich.“ Und dies kann Jüngere wie ältere Menschen betreffen.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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