COPD-Patienten sollten aufpassen

Bei Nebel Sport lieber in Innenräumen treiben

Berlin - Nebelwetter kann die Luftnot bei Atemwegspatienten verstärken - Betroffene sollten deshalb entsprechend vorsichtig sein, wenn sie draußen unterwegs sind.

Helfen kann zum Beispiel ein Schal, der über Mund und Nase gebunden wird: Dadurch werde die Luft erwärmt, gereinigt und angefeuchtet, sagt Michael Barczok, Vorstandsmitglied des Bundesverbands Deutscher Pneumologen (BdP). Gegen ein Anschwellen der Schleimhäute sei das tägliche Inhalieren einer einfachen Salzwasserlösung wirksam, Sport sollte am besten in Innenräumen getrieben werden.

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Irrtum Zwei: Am häufigsten steckt man sich in U- und S-Bahnen an. Die Erkältungsviren werden durch alles verbreitet, was mit dem Mund oder Nase eines erkälteten Menschen in Berührung kommt. Wer zum Beispiel an einer Türklinke mit Erregern in Kontakt kommt, bringt die Viren selbst zum Ziel.
Irrtum Drei: Antibiotika helfen ­immer. Antibiotika vernichten nur Bakterien, Schnupfenerreger sind jedoch meist Viren. Nur selten kommt zusätzlich eine bakterielle Infektion hinzu, zum Beispiel eine Halsentzündung durch Streptokokken.
Irrtum Vier: Viel trinken hilft viel. Für die Idee, dass Flüssigkeit helfen könnte, den Schleim zu lösen, fehlt jeder wissenschaftliche Beweis. Hausmittel wie Wasserdampf inhalieren, Bettruhe und Brustwickel helfen, Schnupfen leichter zu überstehen.
Irrtum Fünf: Schnäuzen ist besser als Nase hochziehen. Wer den Schleim in der Nase hochzieht, saugt ihn auch aus den Nebenhöhlen und entsorgt ihn im Magen. Beim Schnäuzen wird er nicht nur ins Taschentuch, sondern auch die Nebenhöhlen gedrückt. Dort bildet er einen Nährboden für Erreger.
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„Luftschadstoffe sollte man möglichst meiden - also bei Wetterlagen mit geschlossener Nebeldecke zum Beispiel eine anstehende Besorgung in der Innenstadt lieber verschieben und stattdessen einen Waldspaziergang machen“, rät er außerdem.

Das Nebelwetter ist für Menschen mit Asthma oder chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) wegen der in der Luft enthaltenen kalten Wassertröpfchen problematisch. „Kälte löst bei den Patienten beim Einatmen eine Verengung der Bronchien aus, während die Feuchtigkeit im Nebel zu vermehrter Wassereinlagerung in die Schleimhaut der Atemwege führt, was diese anschwellen lässt“, erklärt der Experte. Zudem reichere sich die Luft gerade bei Inversionswetterlagen besonders stark mit Schadstoffen an, da ein Austausch mit den darüber liegenden, frischeren Luftmassen erschwert sei.

dapd

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