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FFP2-Masken für Kinder: Darum rät Stiftung Warentest ab

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Stiftung Warentest prüft FFP2-Kindermasken
Die Stiftung Warentest kann keine der geprüften FFP2-Masken für Kinder empfehlen. © Ralph Kaiser/Stiftung Warentest/dpa-tmn

FFP2-Masken werden von Eltern gerne gekauft. Doch bei jungen Menschen bringen sie nicht viel, zeigt ein Test. Wie Sie jetzt Ihre Kinder schützen.

Berlin – Sie sind farbenfroh verpackt und auf die Größe der kleinen Köpfe angepasst. Dennoch sind FFP2-Masken für Kinder keine gute Wahl für den Nachwuchs. Zu diesem Fazit kommt die Stiftung Warentest nach einer Untersuchung von 15 Modellen, die eine Eignung für Kinder angeben.

Ernüchterndes Fazit: Keine dieser Masken sei für Kinder geeignet – die Warentester hatten hier sechs- bis Zwölfjährige im Blick. Der Grund ist ihr zu hoher Atemwiderstand. OP-Masken seien die bessere Wahl, gerade für den Dauereinsatz in der Schule, schreibt die Stiftung in der Zeitschrift „test“ (Heft 01/22).

FFP2-Masken für Kinder: Darum rät Stiftung Warentest ab

Da es für Kinder keine in einer Norm festgelegten Werte für den maximalen Atemwiderstand der Maske gibt, wurden für die Untersuchung die Werte für Erwachsene als Referenz hergenommen. Die Kindermasken sollten nur etwa halb so hohe Werte vorweisen wie die laut Norm zulässigen Höchstwerte bei Erwachsenenmodellen, legte die Stiftung fest. Weil sechs bis zwölf Jahre alte Kinder in der Regel eine weniger kräftige Atmung haben als gesunde Erwachsene und ihr Lungenvolumen etwa halb so groß sei. Dass die Masken gut schützen ist deswegen so wichtig, da erst Ende des Jahres die Impfungen für junge Kinder zur Verfügung stehen werden.

Doch an der Vorgabe zum Atemwiderstand scheiterten alle geprüften Masken im Mini-Format: Keine von ihnen sei auch nur in der Nähe dieser niedrigeren Werte gekommen, viele hätten nicht einmal die Erwachsenen-Grenzwerte eingehalten. Der hohe Atemwiderstand sei schon ein K.-o.-Kriterium gewesen, so die Stiftung Warentest. Aspekte wie Filterwirkung und Passform wurden deshalb gar nicht mehr gecheckt.

Auch OP-Masken nutzen Kindern im Unterricht als Schutz (Symbolbild)
Für das dauerhafte Tragen in der Schule sind OP-Masken laut Stiftung Warentest die beste Lösung. (Symbolbild) © Matthias Balk/dpa/dpa-tmn

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Das Problem ist auch: Falle Kindern das Atmen schwer, setzen sie die Maske womöglich nicht richtig auf, so die Stiftung Warentest. Dadurch kann Luft relativ ungehindert ein- und ausströmen. Bei Erwachsenen helfen FFP2-Masken hingegen erstaunlich gut.

Wer etwa in einer vollen Bahn sein Kind kurzzeitig besonders gut schützen wolle, sollte stattdessen auf die Erwachsenenmaske 3M Aura 9320+ setzen, rät die Stiftung Warentest. Sie war schon beim Test von Erwachsenenmodellen Testsieger. Ihr Atemkomfort sei für Kinder okay, ihre Filterwirkung hoch und sie passe auch bei kleinen Köpfen.

FFP2-Masken für Kinder: In der Schule ist eine OP-Maske besser

Für das dauerhafte Tragen aber seien OP-Masken für Kinder die bessere Wahl. Ja, sie bieten nur wenig Selbstschutz. Aber: Sie schützen andere, das ist ihr Hauptzweck. Wenn alle Kinder im Klassenraum diese Masken tragen, senkt das in Kombination mit weiteren Maßnahmen wie regelmäßigem Lüften das Ansteckungsrisiko schon erheblich. (Mit Material der dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

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