Rezeptoren sorgen für Sättigungsgefühl

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Wechselspiel von Hirn und Darm bei Eiweißverdauung entdeckt

Berlin - Wenn die Waage zu viele Kilos anzeigt, hilft nur eins: Abnehmen. Jetzt haben Wissenschaftler herausgefunden, warum Eiweiß auf dem Diätplan stehen sollte.  

Eiweißreiche Mahlzeiten sorgen für ein gutes Sättigungsgefühl. Die Ursache dafür wollen Wissenschaftler jetzt in speziellen Rezeptoren gefunden haben, die in der Wand der Pfortader Einfluss auf die Durchblutung zwischen Gehirn und Darm nehmen. Erste Studienergebnisse wurden am Donnerstag im „Cell Press Journal“ veröffentlicht. Durch die entdeckten Zusammenhänge hoffen die Forscher nun, neue Wege bei der Behandlung von Adipositas (Fettleibigkeit) zu finden.

Bei der Verdauung von Eiweiß setzt der Darm den Angaben zufolge Peptide frei, die diese Sensoren blockieren und dem Gehirn damit Sättigung signalisieren. Das zentrale Nervensystem reagiere mit dem Auftrag an den Verdauungsapparat, Traubenzucker auszuschütten und damit das Hungergefühl zu unterdrücken.

Dieses Wechselspiel zwischen Kopf und Bauch sei an Mäusen nachgewiesen worden. Genetisch veränderte Tiere, denen die Rezeptoren fehlten, zeigten keinerlei Sättigungsgefühl beim Verzehr von besonders eiweißreicher Kost. Mäuse mit den Rezeptoren reagierten im Versuch und reduzierten die Nahrungsaufnahme. Da die Rezeptoren der Nager mit denen des Menschen vergleichbar seien, lasse die Studie den Rückschluss zu, sagt Hauptautor Gilles Mithieux von der Université de Lyon: „Diese Erkenntnisse erklären den Sättigungseffekt von Eiweiß, der bisher zwar bekannt war aber nicht begründet werden konnte.“

dapd

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