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Anforderungen in Stellenanzeigen schüchtern viele zu schnell ein

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Anforderungen in Stellenanzeigen schüchtern viele zu schnell ein
Die Qualifikation eines Bewerbers und die Anforderungsliste einer Stelle müssen nicht immer zu 100 Prozent übereinstimmen. © Christin Klose/dpa-tmn

Perfekt oder gar nicht: Weil sie nicht alle in einer Stellenanzeige gelisteten Wunschkriterien erfüllen, sehen manche von einer Bewerbung ab. Oft zu voreilig, zeigt eine Umfrage.

Eigentlich klingt die Stellenanzeige ganz gut - bis man als Bewerberin oder Bewerber* zu den Anforderungen kommt. Was da alles verlangt wird! Lieber schnell wegklicken.

So geht es vielen auf Jobsuche, wie eine Umfrage deutlich macht, die YouGov im Auftrag der Karriereplattform Indeed unter gut 1000 Berufstätigen durchgeführt hat. Im Durchschnitt bewerben sich die Befragten den Ergebnissen zufolge erst, wenn sie mehr als 80 Prozent der Anforderungen in der Stellenanzeige erfüllen.

Etwa jeder und jede Zweite (47 Prozent) gibt an, sich von den geforderten Kriterien eingeschüchtert zu fühlen und daher auf eine Bewerbung zu verzichten.

Personalentscheider zu Abstrichen bereit

Dabei betonen nicht nur Karriereberater regelmäßig, dass es ausreicht, wenn Bewerberinnen und Bewerber etwa 70 bis 75 Prozent der Anforderungen abdecken. Rund 400 Personalentscheider, die YouGov ebenfalls befragt hat, halten es im Schnitt ebenfalls für ausreichend, wenn Bewerberinnen und Bewerber 70 Prozent der ausgeschriebenen Kriterien erfüllen.

Am ehesten geben die Personalentscheider an, Abstriche bei der Arbeitserfahrung, bei den Abschlüssen sowie IT- und Sprachkenntnissen zu machen. Bei etwa der Hälfte der Befragten mit HR-Verantwortung (48 Prozent) führt die aktuelle Arbeitsmarktsituation ohnehin dazu, dass sie ihre Anforderungen an Kandidatinnen verringern. (dpa) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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