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Coronakrise: Öffnung von Fitnessstudio sorgt für Streit in diesem Bundesland

In manchen Bundesländern dürfen Fitnessstudios wieder öffnen - in anderen müssen sich Hobbysportler noch gedulden. (Symbolbild)
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In manchen Bundesländern dürfen Fitnessstudios wieder öffnen - in anderen müssen sich Hobbysportler noch gedulden. (Symbolbild)

Die Debatte um die Wiederöffnung eines Fitnesstudios in Norddeutschland findet derzeit bundesweit Beachtung.

  • In Niedersachsen hat ein Fitnessstudio wieder geöffnet.
  • Das Land will den entsprechenden Gerichtsbeschluss jedoch anfechten.
  • Anders sieht die Lage für Hobbysportler in Nordrhein-Westfalen aus.

Coronakrise: Streit um Wiedereröffnung von Fitnessstudio

Der Streit um die Wiederöffnung eines Fitnesstudios in Niedersachsen findet derzeit bundesweit Beachtung. Ein Bad Iburger Fitnessstudio hatte am Dienstag (12. Mai) nach einer Entscheidung des Gerichts wieder aufgemacht, berichtet ndr.de. Es sei bislang das einzige in Niedersachsen, denn wegen der Coronavirus-Pandemie* mussten die Studios den Betrieb einstellen. Der Betreiber habe Ende April einen Eilantrag gestellt, am Montag (11. Mai) habe das Gericht entschieden, dass das Studio vorläufig wieder öffnen dürfe, schildert ndr.de zdem die Hintergründe. Voraussetzung sei die "Einhaltung des dortigen strengen Hygiene-, Abstands- und Höchstbelegungskonzeptes".

Es gebe keinen sachlichen Grund, warum Friseur*- und Gaststättenbesuche wieder erlaubt sind, der Besuch eines Fitnessstudios aber nicht, so das Gericht laut NDR.de. "Die Kammer vermochte auch kein spezifisches erhöhtes Infektionsrisiko durch den Betrieb von Fitnessstudios mit einem derartigen Hygienekonzept zu erkennen", hieß es dem Bericht zufolge - zumal der Betrieb im Nachbarland Nordrhein-Westfalen grundsätzlich erlaubt sei. Die Richter hätten die entsprechende Corona-Auflage für ungültig erklärt und dem Studio in Bad Iburg erlaubt, wieder zu öffnen.

Lesen Sie hier: Hygiene und Infektionsschutz bei der Arbeit: Neue Regeln in Coronakrise

Coronakrise: Fitnesstudios in NRW unter strengen Auflagen wieder offen

Der Streit könnte jedoch weitergehen. So heißt es in dem NRD-Bericht vom 13. Mai, das Land Niedersachsen wolle das Urteil des Verwaltungsgerichts Osnabrücks zugunsten des Fitnessstudios anfechten. Das habe das Sozialministerium angekündigt.

Das Corona-Infektionsrisiko* sei beim Sport in geschlossenen Räumen besonders hoch, habe die stellvertretende Leiterin des niedersächsischen Krisenstabs, Claudia Schröder, im Interview bei NDR 1 Niedersachsen gesagt. Zudem sollten einheitliche Regeln für alle Fitnessstudios gelten. Das Land hoffe daher, dass das Einzelurteil in zweiter Instanz zurückgenommen wird.

Anders als in Niedersachsen dürfen beispielsweise in Nordrhein-Westfalen Fitnessstudios seit 11. Mai wieder öffnen. Es gelten jedoch strenge Auflagen. Auch in anderen Bundesländern wie zum Beispiel in Bayern müssen sich Hobbysportler dagegen noch gedulden. Dort bleiben die Fitnessstudios vorerst geschlossen.

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ahu

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