Achtung bei den Details

Darf ich mit befristetem Arbeitsvertrag in Elternzeit gehen?

Arbeitnehmer können auch bei einer befristeten Stelle Elternzeit nehmen. Der Vertrag verlängert sich aber nicht durch die Elternzeit. Foto: Mascha Brichta/dpa-tmn
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Arbeitnehmer können auch bei einer befristeten Stelle Elternzeit nehmen. Der Vertrag verlängert sich aber nicht durch die Elternzeit. 

Viele Beschäftigte wollen nach der Geburt des Kindes in Elternzeit gehen. Bei Zeitverträgen gibt es allerdings ein Detail zu beachten.

  • Darf man mit befristetem Arbeitsvertrag in Elternzeit* gehen?
  • Ein Arbeitsrechtler erklärt die Rechtslage.
  • Gerade bei befristeten Verträgen sollten Betroffene auf die Details achten.

Elternzeit nehmen - auch mit befristetem Arbeitsvertrag möglich?

Viele Beschäftigte wollen nach der Geburt des Kindes oder zu einem späteren Zeitpunkt in Elternzeit* gehen. Doch geht das auch, wenn man einen befristeten Arbeitsvertrag* hat?

Ja, lautet die Antwort. "Grundsätzlich kann man auch bei einer befristeten Stelle  in Elternzeit gehen", stellt Arbeitsrechtler Alexander Bredereck klar. Dennoch gibt es einige Details zu beachten. Und für manche Personengruppen gelten Sonderregelungen.

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Nicht vergessen: Elternzeit rechtzeitig anmelden

Allgemein gilt: Auch bei befristeten Verträgen muss die Elternzeit rechtzeitig angemeldet werden. Soll die Elternzeit losgehen, sobald das Kind auf der Welt ist, sind es sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Bei Kindern unter drei Jahren also spätestens sieben Wochen vor dem Start. Bei Kindern ab drei Jahren muss sie mindestens 13 Wochen vorher angemeldet werden. 

Ist der Antrag rechtzeitig gestellt, ist keine Zustimmung des Arbeitgebers erforderlich - zumindest, wenn das Kind unter drei Jahre alt ist. Danach kann es in gewissen Konstellationen anders sein.

Elternzeit bei befristeten Verträgen - diese Ausnahmen gibt es

Was aber bei befristeten Verträgen zu beachten ist: Sie verlängern sich in der Regel nicht durch die Elternzeit. "Für bestimmte Bereiche gibt es aber Ausnahmen", so Bredereck. Das betrifft Azubis und andere Personen in Berufsbildungsmaßnahmen, Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung sowie wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, informiert das Bundesfamilienministerium.

Bei den wissenschaftlichen Mitarbeitern gilt aber: Ihr Vertrag muss nach dem Wissenschaftszeitvertragsgesetz befristet sein. Bei einer Befristung aufgrund einer Drittmittel-Finanzierung verlängert sich der Vertrag hingegen nicht durch die Elternzeit. Auch bei Verträgen, die nach dem Hochschulrahmengesetz vor Mitte April 2007 befristet wurden, sei eine Verlängerung der Anstellung möglich, heißt es in einer Broschüre des Ministeriums.

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dpa/ahu

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