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Mehr deutsche Studenten im Ausland eingeschrieben

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Viele Deutsche studieren in Österreich. Hier ist der Hochschulzugang meist einfacher als in Deutschland.

Bonn - Immer mehr deutsche Studenten besuchen Universitäten im Ausland. Deutsche Hochschuleinrichtungen sind umgekehrt aber auch bei Studenten aus dem Ausland beliebt.

Das ergab eine aktuelle Studie.

Die Zahl der im Ausland eingeschriebenen deutschen Studenten ist in jüngerer Zeit gestiegen. Das zeigt eine Studie des Bundesbildungsministeriums und des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Danach waren 2010 rund 127 900 Deutsche an einer ausländischen Hochschule eingeschrieben - 2011 kletterte der Wert auf 133 800. Gleichzeitig hat sich das Verhältnis aufgrund höherer Studierendenzahlen verschlechtert: So kamen 2011 auf 1000 Studenten in Deutschland 63 im Ausland. 2010 waren es noch 65.

Einige Studenten machen im Ausland sogar ihren Abschluss. Am beliebtesten sind dabei die Niederlande. 2011 erwarben dort 6456 Deutsche ihren Abschluss. Auf Rang zwei liegt Großbritannien (6390), gefolgt von Österreich (3112).

Von denen, die einen Abschluss im Ausland anstreben, ist der größte Anteil in den Wirtschaftswissenschaften eingeschrieben (21,6 Prozent). Dahinter folgen die Rechts- und Sozialwissenschaften (19,2 Prozent).

Insgesamt macht rund jeder dritte Student (32 Prozent) bis zum Abschluss in Deutschland einen studienbezogenen Auslandsaufenthalt, wie eine Befragung unter Hochschülern in höheren Semestern von 2013 zeigt. Hierbei wurden neben Auslandssemestern auch kürzere Aufenthalte wie Sprachkurse mitgezählt.

Gleichzeitig ist Deutschland bei ausländischen Studenten beliebt. Im Studienjahr 2013 waren 282 201 ausländische Studenten in Deutschland eingeschrieben - rund 17 000 mehr als im Vorjahr. Etwa jeder neunte Student (11,3 Prozent) ist damit Ausländer.

dpa

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