Beruflicher Aufstieg

Wie viel bringt Fachwirt, Meister und Lehre wirklich fürs Gehalt?

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In manchen Berufen kommt mit der richtigen Weiterbildung gleich ein höherer Gehaltsscheck.

Viele Berufstätige liebäugeln mit einer Weiterbildung - sei es Lehre, Meister oder Fachwirt. Aber wie groß fällt das Gehalt danach wirklich aus? Lohnt sich der Aufwand überhaupt?

Neben dem Beruf noch einmal die Schulbank drücken? Für viele Berufstätige bedeutet das jede Menge Stress und wenig Freizeit, den sie für einen Gehaltssprung aber gerne in Kauf nehmen. Doch lohnt sich der ganze Aufwand wirklich für den Geldbeutel?

Lehre, Meister und Fachwirt lohnt sich im Schnitt für das Gehalt

Das Karrriere-Portal gehalt.de ist der Frage nachgegangen und hat mehr als 27.000 Gehaltsdaten nicht-akademischer Berufe analysiert. Dabei kam heraus: Im Durchschnitt lohnt sich eine Weiterbildung durchaus - aber es kommt auf den Beruf an

So verdient (über alle analysierten Berufe gesehen) eine 

  • Fachkraft ohne Lehre im Durchschnitt 29.800 Euro brutto im Jahr.
  • Mit einer abgeschlossenen Lehre kommen Fachkräfte auf jährlich 34.000 Euro brutto und
  • als Meister oder Fachwirt 42.300 Euro brutto Jahresgehalt. 

Vergleicht man eine Fachkraft ohne Lehre mit einem Meister oder Fachwirt, macht das eine satte Gehaltssteigerung von 12.000 Euro aus.

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Größte Gehaltssprünge bei den Maurern

Bei Maurern sind mit einer Lehre oder dem Meistertitel die größten Gehaltssprünge zu erwarten. Gelernte Maurer kommen auf rund 35.000 Euro im Jahr, während ungelernte Fachkräfte etwa 8.000 Euro weniger verdienen. Mit der Weiterbildung zum Meister können sich Maurer noch einmal um ca. 7.000 Euro steigern und landen bei etwa 42.000 Euro jährlich. So verdienen Meister satte 15.000 Euro im Jahr mehr als Maurer ohne Lehre. 

Ausbildung

Bruttojahresgehalt

(Median*)

Ohne Lehre

27.001 Euro

Mit Lehre

35.114 Euro

Meister

42.379 Euro

Quelle: gehalt.de

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Rezeptionisten profitieren am wenigsten von einer Weiterbildung

Die geringste Gehaltssteigerung ist im Hotelbereich zu erwarten, wo junge Hilfskräfte oft erst einmal an der Rezeption anfangen. Der Verdienst ist hier relativ gering, nur rund 23.400 Euro landen jährlich auf dem Konto von Ungelernten. Nach einer dreijährigen Ausbildung sieht es aber auch nicht sehr viel besser aus - mit Lehre steigern sich Rezeptionisten nur um 2.200 Euro brutto im Jahr. 

Auch der Fachwirt bringt nicht wirklich den erhofften Geldsegen: Mit dieser Weiterbildung verdienen Rezeptionisten wiederum nicht sehr viel mehr - mit rund 27.100 Euro bringt ihnen die Weiterbildung nicht einmal 1.500 Euro brutto im Jahr mehr ein.

Ausbildung

Bruttojahresgehalt

(Median*)

Ohne Lehre

23.387 Euro

Mit Lehre

25.647 Euro

Fachwirt

27.063 Euro

Quelle: gehalt.de

*Als Median bezeichnet man denjenigen Wert in einer Reihe, der genau in der Mitte liegt, wenn man die Werte der Größe nach sortiert. Der Median ist deshalb genauer als der Durchschnittswert, da er nicht durch einzelne extrem hohe oder extrem niedrige Werte beeinflusst wird.

Bei diesen Berufen müssen Sie genau hinschauen

Neben den Rezeptionisten lohnt sich auch für Pflegekräfte die Weiterbildung zum Fachwirt kaum (3.000 Euro brutto). Dafür erwartet Sie nach einer abgeschlossenen Ausbildung ein größerer Gehaltssprung von 8.000 Euro brutto.

Ebenso verhält es sich für Küchenhilfen, auf die nach einer Lehre eine ordentliche Steigerung von 21.700 Euro auf 27.200 Euro erwartet. Als Meister winken dann nur noch etwa 2.800 Euro im Jahr mehr. 

Nach der Weiterbildung warten anspruchsvollere Aufgaben

Bei alldem darf man natürlich auch nicht vergessen, dass eine Weiterbildung nicht nur in Sachen Gehalt interessant sein kann. Mit einem höheren Abschluss erwarten viele Berufstätige auch anspruchsvollere Aufgaben mit mehr Verantwortung, die den Spaß am Beruf ordentlich anheizen können. Wo Sie Ihre Weiterbildung durchführen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

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Von Andrea Stettner

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