Arbeit

Nach 20.00 Uhr keine beruflichen E-Mails mehr lesen

Manche Arbeitnehmer können auch nach Dienstschluss nicht von beruflichen E-Mails lassen. Klare Regeln für die Freizeit schützen vor einem Erschöpfungssyndrom. Foto: Jens Kalaene

München - Mancher Arbeitnehmer checkt am Feierabend und am Wochenende seine beruflichen E-Mails. Nicht immer verlangt der Chef das - viele tun es aus Pflichtgefühl. Für die eigene Freizeit sind klare Regeln jedoch wichtig, um Erschöpfung vorzubeugen.

Manche Arbeitnehmer lesen berufliche E-Mails aus falschem Pflichtgefühl auch in ihrer Freizeit. "Häufig sind es die leistungsorientierten Mitarbeiter, die zwischen Job und Freizeit nicht strikt trennen", sagt Michael Nasterlack von der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsmedizin und Umweltmedizin. Im schlimmsten Fall kämpfen sie irgendwann mit einem Erschöpfungssyndrom. Um negative Folgen für die Gesundheit zu vermeiden, sollten Beschäftigte sich deshalb von Anfang an feste Regeln setzen.

Gut sei zum Beispiel, nach 20.00 Uhr keine geschäftlichen E-Mails mehr zu lesen. "Das geht nicht in jeder Position", sagt Nasterlack. Aber wer nicht unbedingt muss, sollte darauf verzichten. Am Wochenende sind Beschäftigte am besten an mindestens einem Tag offline. So schützen sie ihr Privatleben.

Erste Warnzeichen für eine zu starke Entgrenzung von Job und Freizeit sei, dass Beschäftigte auch beim Einschlafen oder am Wochenende noch über berufliche Probleme nachgrübeln.

dpa

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