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Seniorchefs brauchen bei der Unternehmensübergabe feste Regeln

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Müssen Seniorchefs den Chefsessel räumen, sollten sie sich gut mit ihrem Nachfolger verständigen. Eine Übergangszeit mit gemeinsamer Verantwortung kann dafür der richtige Weg sein.

Berlin - Vielen Seniorchefs fällt es schwer, loszulassen und ihre Firma an einen Jüngeren zu übergeben. Sie sollten sich nach und nach von ihrer Verantwortung lösen und dabei klare Vereinbarungen treffen.

Damit eine reibungslose Übergabe gelingt, ist es wichtig, dass Alt und Jung für die Übergangszeit feste Spielregeln vereinbaren. Darauf weist das Bundeswirtschaftsministerium in seiner aktualisierten

Broschüre "Unternehmensnachfolge - Die optimale Planung" hin. Übernehmen der alte Chef und sein Nachfolger für eine Zeit lang gemeinsam Führungsaufgaben, sollten sie vorher festlegen, wie lange genau dieser Zeitraum dauert.

Außerdem treffen beide Parteien am besten Absprachen darüber, wer welche Aufgaben- und Verantwortungsbereiche in dieser Zeit übernimmt. Trifft der Nachfolger in seinem Bereich Entscheidungen, die der Senior für falsch hält, läuft dieser häufig Gefahr, autoritär durchzugreifen. Stattdessen ist es in so einer Situation besser, einen von beiden Seiten akzeptierten Moderator heranzuziehen.

Kommt es einmal zwischen den Parteien zu Meinungsverschiedenheiten, sollten sie auf jeden Fall versuchen, Streitereien nicht vor der Belegschaft auszutragen. Sonst kommt es Schnell zu Irritationen und Verunsicherung bei den Angestellten.

dpa

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