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Vom Visum bis zum Bafög: Schrittweise zum Auslandsstudium

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Australien oder Amerika: Wer im Ausland studieren will, muss eine Menge organisieren. Im Idealfall fangen Studenten circa 1,5 Jahre vor dem Wunschtermin mit der Vorbereitung an.

- Frankurt/Main(dpa/tmn) - Zur Uni gehen und gleichzeitig etwas von der Weltsehen - ein Auslandsstudium ist die beste Möglichkeit, beides zu kombinieren. Doch welche Uni soll es sein? Werdenmeine Scheine anerkannt? Bevor das Abenteuer starten kann, gibt esvielzuorganisieren.

Diese Checkliste hilft dabei:

Noch 1,5 Jahre: Am Anfang steht die Frage, wasder Aufenthalt Studentenbringen soll.Geht es darum, eine Sprache besser zu können oder eine bestimmte Universität im Ausland kennenzulernen? Was wollen Studierendedanach wissen? Das sollten sie vorab klären. Am besten wird diese Fragemit Freunden und Familie diskutiert,sagt

Karriereberaterin Julia Funke aus Frankfurt.

Als nächstes geht es dann daran festzulegen: In welchemLandwill ich studieren und wie lange?Funke rät, von vorneherein finanzielle Aspekte wie Studiengebühren undLebenshaltungskosten zu berücksichtigen. Ist die Entscheidung für ein Land gefallen, beginnt die Recherchearbeit. Pflegt dieHochschuleAustauschprogramme mit Unis des Wunschlandes. Wenn nicht, wie lässt sich das sonst organisieren?Erster Ansprechpartner ist das Auslands-Büro der Uni.

Noch 1,3 Jahre: Nun giltes, eine Entscheidung zu fällen: Welche Uni soll es sein? Hier helfen Informationen von Kommilitonen,die im Wunschland schon ein Auslandssemester absolviert haben."Oft fokussiert man sich auf große Städte und bekannte Unis", erzähltStefan Grob vom Deutschen Studentenwerk.Dabei lohntes sich, abseits der großen Metropolen zu schauen. Vor der Bewerbung müssen Studierende dann die Formalitäten klären:Wie sind die Zugangsvoraussetzungen? Was gehört in die Bewerbungsunterlagen?

Noch 1Jahr: Nun wird es Zeit, die Finanzierung des Auslandsaufenthaltes zu klären. Eine Möglichkeit istein Stipendium des

Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). "Wer bereits seit über einem Jahr in Deutschland studiert, gute Noten hat und seinen Wunsch nach einem Auslandsstudium gut begründet, kann sich dafür bewerben", erläutert Rolf Giering vom DAAD.

Die Europäische Union vergibt außerdem Erasmus-Stipendien. Eine andere Möglichkeit ist,

Auslands-BAföG zu beantragen. Junge Menschen haben unter Umständen sogar dann einen Anspruch darauf, wenn sie kein Inlands-Bafög bekommen.

Noch sechsMonate: Spätestens jetzt wird es Zeit, die Fremdsprachenkenntnisse aufzufrischen. Giering vom DAADrät, Kurse an der heimischen Uni zu besuchen. Außerdem sollten Studenten bei ihrer Hochschule ein Urlaubssemester beantragen. So können sie sich nach dem Ende ihres Auslandsaufenthaltes problemlos wieder an ihrer Uni einschreiben.

Sind die Uni-Angelegenheiten geklärt, kann die Wohnungssuche beginnen. Funke rät, sich bei Heimat- oder Zielhochschule zu erkundigen. Doch das ist nicht alles: Je nach Zielort müssen Studenten einVisum beantragen oder notwendige Impfungen machen.

Noch dreiMonate: In der letzten Phase geht es um die Reisevorbereitung.Studierende besorgen nun ihre Flug- oder Bahntickets.Wichtigist auch, mit der Bank zu sprechen. Mancher stellt erst im Ausland fest, dass er für jede Überweisung viel Geld bezahlen muss.Ist auch das geklärt, kann die Abschiedsparty steigen.

dpa

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