Blumenkunst

Wie werde ich Florist/in?

Hier soll jede Blüte zur Geltung kommen: Lisa Eva Zienc macht in Berlin eine Ausbildung zur Floristin. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Hier soll jede Blüte zur Geltung kommen: Lisa Eva Zienc macht in Berlin eine Ausbildung zur Floristin. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Bei der Arbeit mit Pflanzen und Blumen kann es auch mal dreckig werden: Das darf Lisa Eva Zienc nichts ausmachen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Bei der Arbeit mit Pflanzen und Blumen kann es auch mal dreckig werden: Das darf Lisa Eva Zienc nichts ausmachen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Wer wie Lisa Eva Zienc eine Ausbildung zur Floristin machen möchte, sollte einen Sinn für Ästhetik und Durchhaltevermögen mitbringen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Wer wie Lisa Eva Zienc eine Ausbildung zur Floristin machen möchte, sollte einen Sinn für Ästhetik und Durchhaltevermögen mitbringen. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Urbaner Dschungel in Berlin: Auch mit Topfpflanzen kennt sich Lisa Eva Zienc aus. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Urbaner Dschungel in Berlin: Auch mit Topfpflanzen kennt sich Lisa Eva Zienc aus. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Sie hat sich von den Arbeitsbedingungen nicht abschrecken lassen: Lisa Eva Zienc genießt ihren Ausbildungsalltag als angehende Floristin. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Sie hat sich von den Arbeitsbedingungen nicht abschrecken lassen: Lisa Eva Zienc genießt ihren Ausbildungsalltag als angehende Floristin. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Floristinnen und Floristen müssen wissen, was für bestimmte Anlässe machbar ist - und was nicht: Das lernt die Auszubildende Lisa Eva Zienc in ihrem Ausbildungsbetrieb "Blumen- und Gartenkunst" in Berlin. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Floristinnen und Floristen müssen wissen, was für bestimmte Anlässe machbar ist - und was nicht: Das lernt die Auszubildende Lisa Eva Zienc in ihrem Ausbildungsbetrieb "Blumen- und Gartenkunst" in Berlin. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
Ein Blumenstrauß muss immer zum Anlass passen: Einfühlungsvermögen gegenüber den Kunden ist daher bei der Arbeit als Floristin gefragt. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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Ein Blumenstrauß muss immer zum Anlass passen: Einfühlungsvermögen gegenüber den Kunden ist daher bei der Arbeit als Floristin gefragt. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
An Muttertag oder Weihnachten wird es im Blumenladen besonders stressig: Als angehende Floristin weiß Lisa Eva Zienc, was sie dann erwartet. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn
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An Muttertag oder Weihnachten wird es im Blumenladen besonders stressig: Als angehende Floristin weiß Lisa Eva Zienc, was sie dann erwartet. Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Wer Floristin werden will, braucht nicht nur Sinn für Ästhetik, sondern auch Leidenschaft und Durchhaltevermögen. Denn die Vergütung ist gering, die Konkurrenz groß.

Berlin (dpa/tmn) - Es ist ein großer Temperatursturz, von der hochsommerlichen Hitze in den kühlen, etwas dunklen Blumenladen einzutreten. Zwischen Gestecken, Grußkarten und einem plätschernden Brunnen macht Lisa Eva Zienc seit zwei Jahren ihre Ausbildung.

Sie ist eine von etwa 2500 angehenden Floristen und Floristinnen in Deutschland, wobei der Anteil an Männern nicht einmal bei zehn Prozent liegt. Bei "Blumen- und Gartenkunst" in Alt-Moabit (Berlin) pflegt Zienc Pflanzen, bindet Sträuße und hebt auch mal schwere Wasserkanister.

Ein Strauß muss jeder Blume gerecht werden

Zienc gefällt das praktische Arbeiten - und dass sie ihre Kreativität einbringen kann. "In der Ausbildung habe ich richtig sehen gelernt", erklärt sie und bindet einen ausladenden Strauß ab. "Es geht eigentlich immer darum, jeder Blume in ihrer Farbe, Form und Wuchsrichtung gerecht zu werden."

Also aufmerksam beobachten, ob die Blütenfarbe warm und kalt ist und welches Schnittgrün dazu passt, sodass der fertige Strauß harmonisch abgestimmt ist und sich jede Blüte "zum einen gut in das Ganze einfügt, zum anderen aber auch einen Platz erhält, an dem sie bestmöglich inszeniert wird und wirken kann", erklärt Zienc.

Kreativität zwischen Dreck und Dornen

Floristik ist in erster Linie ein ästhetischer Beruf, bei dem das Handwerk aber nicht zu kurz kommt. Gerade die körperliche Belastung - der Temperaturwechsel zwischen Lagerraum, Büro und Verkaufsraum, das stundenlange Stehen oder auch das Abdornen von Schnittblumen - kann Auszubildende abschrecken. Dreck sollten sie ebenso aushalten können.

Geringe Bezahlung und Stress an Feiertagen

Neben der praktischen Arbeit im Betrieb wird an der Berufsschule Farbenlehre, Raumgestaltung und Pflanzenpflege vermittelt. Bei einer Ausbildungsvergütung, die laut Bundesagentur für Arbeit bei zwischen 500 und gut 600 Euro im ersten Lehrjahr liegt, entscheiden sich Auszubildende in der Regel aus Freude am Beruf und nicht aus finanziellen Erwägungen für die Floristik.

Als Gesellin oder Meisterin verdient eine Floristin dann im Schnitt etwa 1640 Euro brutto im Monat.

An Feiertagen wie Mutter- oder Valentinstag ist besonders viel los. "Weihnachten ist die wildeste Zeit", erzählt Zienc. Gerade, wenn andere feiern, ist für Floristinnen viel zu tun. Und bei einer 10-Stunden-Schicht sind dann auch die Illusionen vom gemütlichen Sträußebinden verschwunden, betont Andreas Thomas Tunger, Ausbilder und Inhaber bei "Blumen- und Gartenkunst".

Die eigene Handschrift beim Sträußebinden

Sträuße und Gestecke binden Floristen und Floristinnen aber nicht nur für Feiertage, sondern für verschiedenste Anlässe. Mal möchte jemand besonders angesagte Blumensträuße, wie er sie zum Beispiel bei Pinterest gesehen hat, mal braucht jemand Rat beim Umtopfen seiner Zimmerpalme. Besonders schön ist es, wenn Kunden direkt nach ihrer Lieblingsfloristin fragen, denn beim Sträußebinden hat jede ihre eigene Handschrift.

Früher zählte der Floristikberuf zum Handwerk, heute zum Einzelhandel. Kaufmännisches Denken ist also gefragt. Nach wie vor gilt allerdings: Aufwendige Blumenarrangements sind eine Kunst und eine gute Beratung der Kundschaft Ehrensache.

Gerade in Zeiten, in denen Hochzeitsfeiern immer opulenter und die Erwartungen an so einen Tag nahezu unrealistisch werden, können besonders gelernte Floristen zeigen, was machbar und was unmöglich ist. Ein guter Florist habe das Spiel von Licht und Farbe verstanden und könne zum Beispiel auch in dunklen Kirchen Blumen zur Geltung bringen, so Tunger.

© dpa-infocom, dpa:200904-99-434479/2

Berufsbild bei Berufenet

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